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Bonnerup bis Aahus 13.07. – 19.07.2009
Wenn wir gedacht haben mit gutem Wind den Limfjord, Laesö und Anholt zu besuchen, so sehen wir uns getäuscht. Es ist zwar weiter SW Wind für die nächsten Tage angesagt und das würde bis Laesö reichen, dann soll aber W kommen und ein Tief über Irland zieht ostwärts. Das Bonneruper Hafenfest geht um 24 Uhr mit einem riesigen und sehr schönen Feuerwerk zu Ende – zumindest erzählt mir Renate das am nächsten Tag – ich habe davon nichts mitbekommen so tief habe ich geschlafen. Am Montag Morgen regnet es, wir bleiben kurz entschlossen noch in Bonnerup und versuchen auf einem Spaziergang mehr vom Ort zu sehen. Ist aber nichts, ein Bäcker, ein Lebensmittelgeschäft, nette kleine in Gärten halb versteckte Häuser, eine Ferienhaussiedlung und ein langer Strand. Zur Erholung und um Strandurlaub zu machen bestimmt sehr schön. So sehen wir den Hafen auch nur als Zwischenstation.
Aber bei der Wind-Vorhersage planen wir jetzt endgültig um in Richtung Rückfahrt. Was soll’s, bummeln wir halt so langsam von Hafen zu Hafen und sehen uns die Umgebung an.
Bei Flaute (später Süd-Wind) motoren wir die wenigen sm zurück nach
Grenaa und sehen uns an, wie sich der Hafen ab Mittags bereits wieder füllt. Unsere Nachbarn kennen wir bereits, sie lagen schon am gleichen Platz, als wir nach Grenaa kamen – sie wollen solange warten, bis endlich wieder W-Wind kommt und dann zurück segeln. So lange haben wir keine Geduld und sind schon am nächsten Tag, Mittwoch, unterwegs. Lange schlafen kann man hier sowieso nicht, denn bereits ab 4 Uhr morgens hört man die Bugstrahlruder und Schraubengeräusche ausfahrender Segler. Zwischen 6 und 7 Uhr fahren weitere raus „wie am Perlschnürle" aufgezogen. Heute haben wir Glück: bei E-Wind um die 10 bis 16 kn ( 3 bis 4 Bfd) nehmen wir es sogar mit einer Dehler 37 auf, die uns normalerweise davon laufen müsste. Wir fahren dicht an einem bewaldeten Ufer entlang, ein endlos langer Strand, nur wenige Häuser, sehr ländlich. Mit uns laufen noch einige Segelschiffe nach Süden. Unser heutiges Ziel ist Ebeltoft. Das hat Renate ausgesucht und damit hat sie einen Volltreffer gelandet. Ein sehr nettes Städtchen mit vielen kleinen einstöckigen alten Fachwerkhäusern. Natürlich mit Kopfsteinpflaster und Stockrosen vor den Häusern – sehr fotogen. Die Sonne brennt, es ist heiß, dagegen hilft nur ein Eis. Und schleckender Weise gehen wir weiter und kommen zur Tourist Attraktion - der alten Fregatte „Jylland". Lt. Prospekt soll sie das längste Holzschiff (Segelschiff) der Welt sein??? Mit 460 Besatzungsmitgliedern hat sie 1864 in der Schlacht bei Helgoland teilge- nommen – auch wenn das interessant" erscheint, wir verzichten auf eine Innenbesichtigung, da zudem ein Gewitter naht.
Am Donnerstag geht es weiter nach
Aahus. Der moderate SW Wind frischt direkt nach der Hafenausfahrt so auf, dass wir Genua und Groß reffen und dann können wir hoch am Wind bis zur Südspitze von Helgenaes segeln. Kaum haben wir das Leuchtfeuer Sletterhage passiert, dreht der Wind immer mehr nach West und aus ist es mit dem schönen Segeln und unter Motorgebrumme geht es bis zum Hafen – andere, die uns entgegenkommen,  haben es da besser. Später hören wir von unseren Nachbarn, die aus Grenaa kamen, dass sie die ganze Zeit motort sind – da sind wir ja noch mal gut dran. In Aahus wollen wir 1 oder 2 Tage bleiben, je nachdem wie sich das angekündigte Tief mit Starkwind verhält.
So bleibt uns genügend Zeit die Stadt zu besuchen. Aahus hatten wir schon bei der Ankunft als große Stadt eingeschätzt und wir werden nicht enttäuscht - viel Autoverkehr und viele Fußgängern, die sich durch die Einkaufsstraßen drängeln. Aber außer „Stadt" gibt es nicht so viel Sehenswertes, dafür hören wir der einer Jazzband zu, die das 2. Jazz Festival Wochenende „einbläst".
Am Abend üben wir Hafenmanöver, d.h. raus aus der Box und rückwärts wieder rein – warum?? Für die Nacht ist Starkwind aus Ost angesagt, der würde uns direkt aufs Heck mit der Folge von „Plätscherwellen", die uns den Schlaf rauben könnten, blasen. Wir können ruhig schlafen, kein Starkwind aus Ost, dafür regnet es am Samstag. Wir machen das Beste daraus und bleiben hier. Mal sehen, wie sich das Wetter weiter macht, lt. Wetterbericht soll sich der Regen auch noch am Sonntag halten (aber wer kann in diesem Jahr schon dem Wetterbericht trauen?).
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Grenaa lassen wir endgültig im Kielwasser
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Strasse in Ebeltoft
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in Aahus
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