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Lucky STAR ![]() ![]() www.luckystar-ds.de ![]() 05.06. bis 13.06.2010 Fehmarn Donaueschingen verlassen wir am Samstag bei schönstem Sommerwetter mit voll gepacktem Auto Richtung Fehmarn. Voll gepackt auch deshalb, weil wir viele Getränke bereits aus Frankreich mitgebracht haben um das Dosenpfand zu umgehen. Bis auf einen Stau in einer Baustelle war es eine ruhige Fahrt, was auch durch den sehr niedrigen Spritverbrauch bestätigt wurde. Der Sonntag stand dann im Zeichen von Arbeit: Unterwasseranstrich erneuern, Mast richten, und all die Kleinigkeiten vorbereiten, die zum Einwassern am nächsten Tag notwendig sind – dazu gehört zum Schluss auch, das Schiff vom Winterstaub befreien. Mit einem Hochdruckreiniger und viel Wasser schaffe ich die Arbeit schnell, so dass wir genügend Zeit haben am Abend in unser fast schon "Stammwirtschaft Zum goldenen Anker" wieder die herrlichen Matjes mit Bratkartoffeln genießen können. Der Montag beginnt mit Regen (eigentlich schon die ganze Nacht hindurch). Und da sollen wir einwassern?? Wir haben Glück, denn es gibt eine Regenpause, die genauso lange anhält bis unser Schiff im Wasser ist, der Mast gestellt, alles auf Dichtigkeit geprüft, der Motor Probe gelaufen ist, wir an unserem Lieblings- platz unter dem 2. Kran liegen und die „Hütte" aufgestellt haben. Dann ist aber kein Regenhalt mehr. Nicht ganz so schlimm, da wir das Auto ja direkt vor dem Schiff haben, die Bananenkisten nur eben rüber geben müssen und an- schließend viel im Schiff zu verstauen ist. Es sieht zum Teil ganz schön wüst aus, überall liegt etwas herum. Am Abend ist das Schiff aufgeräumt und wir könnten eigentlich schon übernachten. Aber es ist doch bequemer noch eine Nacht in der Ferienwohnung zu bleiben. So ist der nächste Tag mit Segel und Leinen einziehen, Wanten nachspannen und die restlichen Einkäufe erledigen auch gut ausgefüllt. Ob wir wohl schon am Mittwoch losfahren könnten??? Was sagt denn Delta Papa 07 Seefunk in seinem Wetterbericht? Mittwoch: östliche Winde 3-4 Schauer- und Gewitterböen. Planänderung: statt nach Klintholm könnten wir dann mit E-Wind in das 26sm entfernte Kühlungsborn – auch nicht schlecht. Planen kann man ja mal, nein, sollte man ja. Der Mittwoch ist diesig, leichter Wind aus E später SE bis er ganz einschläft und einen bleiernen Wasserspiegel hinterlässt. Und warum sind wir dann nicht gefahren??? Die Bilge stand heute Morgen voll Wasser. Und das ist mehr als sonderbar. Auf zur Leckstellensuche. Nach einiger Sucharbeit – alle Bodenbretter hoch, Schläuche kontrollieren, bis in die hinterste Ecke, werden 3 Fehlerquellen lokalisiert: 1: an der Heckdusche sprüht Wasser, nicht viel, aber so, dass die Druckwasserpumpe mehrmals pro Stunde anspringt. 2: das Überdruckventil am Warmwasserboiler hat wohl Kalk angesetzt und ist nicht mehr dicht. 3: das Rückschlagventil der Bilgepumpe hält das Wasser nicht mehr zurück (das gerade abgepumpte Wasser läuft langsam aber sicher aus dem Schlauch wieder zurück in die Bilge). Der Nachmittag ist Probe, ob nun alle Fehler beseitigt sind und die Bilge nicht mehr voll läuft – bis zum Abend alles o.k. Dann könnten wir Morgen (Donnerstag) wohl losfahren. Nach der Wetter-Vorhersage am Nachmittag: Ost 5 Bft. – für den Anfang ein bisschen viel, aber bis Kühlungsborn – müsste gehen – zumindest wenn sich das Wetter auch an die Vorhersage hält. Morgens Regen, alles grau in grau, Wind – böig, mit gemessenen 10kn im Hafen – müssen wir da auslaufen, auch wenn wir mit einem „Am Wind Kurs" nach Kühlungsborn kämen? Mit viel Welle kalt und ungemütlich, bei angesagten Gewitterböen? Nein, da bleiben wir hier – es muss ja bald mal besseres Wetter geben. So erledigen wir noch ein paar Arbeiten am Schiff und fahren mit den Rädern nochmals nach Burg, um letzte Besorgungen zu machen. Unseren Nachbarn rundum geht es wohl ähnlich – sie haben auch keine Meinung auszulaufen. Der Hafenmeister hat für Freitag einen ganz guten Wetterbericht – der Wind dreht von E bis zum Nachmittag auf W. So haben wir Hoffnung auf einen Start am Freitag. Nein, das kann doch nicht wahr sein – Nebel, Regen, dazu Gewitterböen…. Fehmarn, oder das Wetter, hält uns fest. Da am Wochenende ein Sturmtief über die Ostsee ziehen wird, bleibt nur eins: abwarten und den Fischmarkt am Wochenende im Burgstaakener Hafen besuchen. Das Tief kam mit Sturm von 6 - in Böen 8 Bft. aus West, dazu Regen und es wurde kälter – morgens 16°C im Schiff. Der „Sommer" lässt sich genau so an wie der im letzten Jahr. Die wenigen Segler, die trotz des Wetters gefahren sind oder abfahren, sind dick eingepackt in Schwerwetterkleidung. Der Seenot- kreuzer hat seine Wachposition vor der Fehmarn Einfahrt eingenommen. Dichte Wolken ziehen schnell über uns hinweg. Den Möwen scheint der Wind zu gefallen, sie segeln im Wind fast ohne Flügelschlag. In der Abdeckung der Weilandt Halle messen wir die Böen noch mit 22-28kn (6 Bft.). Wir sind uns einige, dass die Entscheidung hier zu bleiben und erst am Montag zu fahren, richtig war. Wenn wir nicht wegen des Wetters hier geblieben wären - für das Hafenfest hätte sich das Hier bleiben nicht gelohnt. Wenige Buden, eine überschaubare Besucheranzahl, einziges highlight der zur Besichtigung freigegebene Seenotrettungskreuzer „John T. Essberger". Auch ohne Wetterbericht merken wir, dass der Starkwind vorbei ist – morgen ist Start mit Ziel Klintholm. ![]() ![]() ![]() einräumen und verstauen Wir bunkern Wein aus Frankreich Austausch des Bilgenpumpen-Rückschlagventils Schauerböen bis 8 Bft.
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