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Lucky STAR ![]() ![]() www.luckystar-ds.de ![]() 08.08. - 16.08.2010 Hällevik - Fehmarn In der Nacht hat der Wind auf Nord gedreht, wie stark er „draußen" bläst, können wir hier im geschützten Hafen von Hällevik am Morgen nicht beurteilen. Ange- sagt waren jedenfalls bis 9ms (18kn oder 5 Bft.) und dazu Regen den ganzen Tag. Wir haben uns zu einem frühen Start (7 Uhr) entschlossen, denn morgens bläst der Wind meist weniger und nimmt erst gegen Mittag zu. Und solange es nicht stark windet, ist es angenehmer über die flachen „Hanö Bänke" zu fahren. Wir haben richtig gerechnet: Erst kommt der Regen – leichter Fiesel – dann nimmt der Wind zu und erreicht gegen 11 Uhr 18 kn. Aber bei dem Kurs kommt er halb schräg von hinten (achterlich) und schiebt super. Wir laufen nahezu immer mit über 6,5 bis 7,5 kn Fahrt. Nur die Welle macht unserem Schiff bei dem Kurs zu schaffen – wir rutschen immer mal mit der Welle ab und dann bis zu 30° aus dem Kurs – da ist Ruderarbeit gefragt. Der Nieselregen wird immer wieder durch heftige Regenschauer abgelöst. Da trifft der Ausspruch zu: Segeln hat etwas mit Wassersport zu tun. Aber muss das Wasser gleich von oben und unten kommen?? Genügend Wasser unter dem Kiel würde ja auch reichen. Simrishamn ist erst knapp 2 Meilen vorher durch die dichten, tief hängenden Wolken zu erkennen. Und gleichzeitig kommen uns mehrere deutsche Segler entgegen – sie fahren nach Norden – offensichtlich hat ihr Urlaub erst im August begonnen. Segel bergen, Leinen und Fender klarieren und dann Ausschau halten nach einem freien Liegeplatz. Klar, dass bei diesem Wetter kaum einer gefahren ist und daher nicht viele Gäste-Plätze frei sind. Und auch klar, dass keiner beim Anlegen helfen mag, aber das ist nicht so schlimm, das können wir auch alleine. Dann schnell die Persenning (Hütte) drauf und das Cockpit erst einmal trocken wischen. Danach alles andere. Nach uns kommen zig Schiffe und da wird der freie Platz schnell rar, dann muss man nehmen, was noch frei ist. In einer Regenpause schauen wir uns um und wer liegt alles da? Die „Halbe Karawane", wie ich die Schiffe getauft habe, die seit Figeholm mit uns auf dem Weg zurück sind. Sie sind teilweise in anderen Häfen gewesen, haben Pausen- tage eingelegt. Hier oder in Ystadt, Gislovsläge trifft man sich wieder, bevor man seinen Kurs über Dänemark, oder direkt nach Deutschland absteckt. Der Regen hält auch am Nachmittag an und wenn man sich das Regengebiet auf dem Satelitenfoto ansieht, so kam es von Deutschland, dreht sich über der westlichen Ostsee und Südschweden. In den Nachrichten lesen wir, dass das Regentief in Sachsen riesigen Überschwemmungen und Verwüstungen hinter- lassen hat. Gut, dass wir schwimmen und der Wasserstand der Ostsee steigt auch nicht so schnell, wie der von Flüssen. Aber ein Trost: Morgen soll der Regen vorbei sein und „die Karawane" kann weiter ziehen. Der Montag Morgen zeigt sich Wolken verhangen mit Wind aus W, wie ange- kündigt. Am Vormittag noch ab und an ein kleiner, kurzer Schauer, dann zieht die Wolkendecke auf und es wird schön. Aber offensichtlich sind nicht viele Segler davon überzeugt, dass das Wetter sich beruhigt hat, oder wollen nicht ab Sandhammaren gegen den W-Wind anmotoren / aufkreuzen. Nur einige Wenige verlassen den Hafen mit Ziel Ystadt, oder gehen nach Norden. Wir genießend den Tag, gehen noch durch das nette Städtchen, betrachten Schaufenster und beobachten wie ein Grossegler langsam aus dem Hafen gleitet. Am Abend sind auch alle Sachen durchgetrocknet – es kann morgen weiter gehen. Dabei soll lt. schwedischem Wetterbericht SW 3-6 ms sein, die Dänische Wetterkarte zeigt ab 8 Uhr W-Wind, dann S und SE 1-3 ms. Am Nachmittag etwas stärker. Wem soll man glauben? Wir sehen es am Morgen, als wir um 7:30 Uhr auslaufen: W- Wind mit 3-4 ms, 2 Std. später kein Wind und in Höhe von Sandhammaren, wo wir auf W-Kurs einschwenken, SE 2-3 ms. Also ein wenig segeln, dann motoren bis Koseberga. Wir wollen nicht dem Konvoi folgen, der Ystadt ansteuert. Wir wollen mal wieder andere Häfen anlaufen. Von Koseberga wissen wir, dass sie viel im Hafenbereich restauriert haben. Die Kaimauer ist mit Holz neu verkleidet, der Hafen hat eine kleine Promenade be- kommen und die Restaurationen sind ausgebaut. Früher gab es nur eine Fisch- räucherei mit Imbiss. Jetzt hat sich der Imbiss gemausert, hat angebaut. Gut, dass wir früh kommen, denn ab 12 Uhr ist - trotz reichlich Platz- kein Tisch mehr frei. Die anderen Restaurants sind zwar vornehmer, die Preise entsprechend höher aber dafür auch weniger besucht. Koseberga ist ein gerne besuchtes Ausflugsziel, denn nicht weit vom Hafen – hoch oben auf dem Berg – gibt es eine Schiffssetzung aus 59 riesigen Steinen. Man datiert sie auf 500 Jahre v. Chr., weiß aber nicht, wozu sie erbaut wurde und was sie darstellt. Hier gibt es nur Vermutungen. Während wir noch essen, laufen weitere Schiffe in den Hafen ein, legen sich längsseits an die Kaimauer. Wir hatten in Erinnerung, dass im Hafen ein oder zwei Stege gebaut wurden, aber diese sind nicht da. So bleibt nach wie vor nur der Platz an der Mauer. Nach wie vor ist auch ein Schwell im Hafen. Ich habe sicherheitshalber Ruckfender ausgebracht. Der Nachmittag zeigt sich von seiner Sommerseite – es ist warm, die Sonne scheint von einem wolkenfreien Himmel. Und von den angekündigten vormittäglichen Regenschauern sind wir auch verschont geblieben. Nun sind wir gespannt, was der Wetterbericht am Nachmittag für morgen ansagen wird. Er war in den letzten Tagen immer anders – mal SE nach SW drehend 4-7 ms, dann SW 5-8 mit stellenweise 11ms und Regen, dann SW 4-7 ms. Mal sehen wie es morgen tatsächlich ist. Scheinbar ist es sehr schwer bei der Wetterlage eine Prognose abzugeben. Aber was wir nicht gebrauchen können wäre W-Wind, denn unser nächster Kurs ist West. Die ganze Nacht hat ein SE Wind mit mindestens 8ms die Wellen gegen die Steinschüttung der Kaimauer getrieben – entsprechend unruhig war es im Hafen. Gut, dass ich Ruckfender ausgebracht habe, so lag das Schiff einiger- maßen ruhig. Als wir am Morgen rausschauen, ist der Wind unvermindert und die Wellenbildung ebenfalls. Müssen wir los? Nein, noch mal „auf die andere Seite legen" und eine Mütze voll Schlaf nehmen. Der Wind und damit die Welle soll im Laufe des Tages abnehmen und am Nachmittag soll es regnen. Genießen wir das Frühstück und dann gibt es ja auch noch einiges am Schiff zu tun. So muss der Herd unbedingt mal richtig rundum geputzt werden und Staub sollte auch gesaugt und gewischt werden. Also ran. Zögerlich sind auch alle anderen Segler mit ihrem Start. Auch sie warten noch zu bis gegen Mittag Wind und Wellen nachgelassen haben. Aber vor der Hafeneinfahrt steht eine recht hohe Grundsee, da werden sie noch mal richtig durchgeschüttelt. Warum muss der Wetterbericht eigentlich mit dem Regen Recht haben? Wir hätten darauf verzichten können und lieber in der Sonne gelegen. Und ich glaube auch die vielen Touristen, die jeden Tag hierher kommen, empfinden ähnlich. Zumindest ist heute Nachmittag der „Touristenstrom" in Richtung Ales Stenar sehr gering. Bin mal gespannt wie es bei den Seglern aussieht. Wir haben, als alle weg waren, von der Molenseite zur Hafenpromenadenseite gewechselt und liegen weit aus ruhiger als gestern oder in der Nacht. Gegen Abend ist „große Aufregung im Hafen. Warum?? Vor der Hafeneinfahrt liegen 3 Großsegler – wovon einer an der Hafeneinfahrt festmachen kann, die anderen bleiben – wohl wegen des Tiefganges – weiter draußen. Von ihnen holt ein Lotsenboot in vielen Fahrten jeweils ca. 15 Leute ab und bringt sie in den Hafen. Nach ca. ½ Std. sind ungefähr 140 Leute vor einem Lokal versammelt. Renate erfährt, dass es sich um einen Betriebsausflug handelt und dass man hier zu Abend essen wird um dann später mit Bussen abgeholt zu werden. Super Idee einer Firma. Am nächsten Morgen ist schon früh viel Autolärm zu hören und als wir aus- laufen, sehen wir, dass an der Mole ein Filmteam Aufnahmen macht. Daher die LKW’s, daher der Lärm. Mit dem SE Wind ist es mäßig und ohne Motorunter- stützung wären wir nur sehr langsam vorwärts gekommen – zumindest am frühen Vormittag. Mit uns sind nur wenige Segler unterwegs und die Sicht ist auch nicht so toll. So sehen wir von dem schönen Skane auch nicht viel. Eigentlich hatten wir vor nur bis nach Smygehamn zu fahren, es wäre mal ein neuer Hafen für uns gewesen. Aber nachdem wir im Wetterbericht hörten, dass für Abends und Nachts Wind aus S mit 5 Bft. angesagt war, verlängerten wir den Tagestörn um ca. 5sm bis nach Gislovsläge. Das war ganz gut so und genauso gut war es, früh dort zu sein. Gislovsläge ist ein Anlaufhafen für alle, die weiter Richtung Westen – also nach Hause – fahren wollen. Dementsprechend füllt sich der Hafen. Nur wenn man im Regen ankommt, findet sich selten jemand, der beim Anlegen die Leinen annimmt und hilft. Und es hat geregnet – was der Himmel so hergab. Und bis spät abends kam immer noch jemand rein und suchte einen Liegeplatz. Nett war die Begegnung mit 2 Hamburgern, denen ich noch einen freien Platz zeigen und ihnen auch beim Anlegen helfen konnte. Denn kurz darauf klopfte es am Vorschiff – trotz des starken Regens – und mit 4 Zinnbechern und einer Flasche kamen die Eigner sich für die Hilfe zu bedanken – einfach nett und so klönten wir noch eine ganze Weile im Trockenen bei uns in der Plicht miteinander. Freitag der 13. – was kann der schon Gutes bringen??? Gut: es regnet nicht, dafür aber leichter SW Wind beim Auslaufen, also wieder einmal gegen den Wind anfahren. Nach einer Stunde überlegen wir, ob es nicht sinnvoller wäre statt gegen den Wind 40sm bis Klintholm gegenan zu fahren, nach Rödvig abzubiegen. Dann könnten wir mit dem SW Wind wenigstens einen Teil der Strecke segeln. O.K. Kursänderung in Richtung Verkehrstrennungsgebiet (dort wird die Schifffahrt – wegen der Wassertiefe - wie im Straßenverkehr quasi in "Einbahnstraßen" entlang geführt). Wir müssten solche „Straßen" im rechten Winkel queren oder in Richtung der „Einbahnstraße" mitfahren. Wenn wir das nicht wollen, dann dürfen wir dort nicht rein fahren. Soweit so gut. Und was macht der Wind?? Er kommt plötzlich aus West und pustet uns mit 15 – 18 kn (4 -5 Bft. – in Böen bis 6) an. Jetzt ist Klintholm das bessere Ziel – also noch einmal Kursänderung. In kurzer Zeit haben sich Wellen von 1,5m aufgebaut und unser Schiff knallt so richtig rein. Alles vibriert und Renate schreit plötzlich von unten: (wo sie sich in einer Ecke des Salons „verkeilte" - ihrem Fuß bekam das alles nicht gut) „das Gläserschapp ist aufgesprungen und alles ist rausge- flogen". So eine Schei….. In Klintholm ist alles wieder „in Butter". Im Hafen Ruhe und man tauscht die Erlebnisse der Überfahrt aus. Jeder ist von dem Wetter überrascht worden und jeder hat mit den hohen Wellen kämpfen müssen. Das kommt davon, wenn man als Segler an einem Freitag den 13. ausläuft – das wussten schon die alten Fahrensleute, das man das nicht machen soll – es kann nur Unglück bringen. Aber ein „Unglück" kommt selten alleine – auch so ein Spruch. Für uns war das der neue Wetterbericht: der 5 Tage Bericht des Deutschen Wetterdienstes. Danach sollte es in den nächsten 3-4 Tagen auf der Strecke über Gedser nach Fehmarn richtig viel Wind geben, garniert mit Gewittern und Starkregen. Daraus folgte für uns: entweder die Zeit hier in Klintholm abzuwarten, oder durch den Grönsund und den Guldborgsund fahren. Auch wenn wir dort fast die gleiche Windstärke vorausgesagt bekommen, so sind wir doch mehr in der Abdeckung und die Wellen mit Sicherheit nicht so hoch. Unser neues Ziel Vordingborg steuern wir bei mäßig (5-10 kn) starkem N bis NE Wind an – aber der Regen stimmte an der Vorhersage. Und diesig, Regen verhangen ist es den ganzen Tag über. Schade, denn so sieht man nicht viel von der schönen Landschaft. Und viel Schiffsbewegungen sind auch nicht – ein paar Segler, die dem Wetter trotzen, kommen uns entgegen. Der Hafen in Vordingborg ist über eine schmale Fahrrinne von 2m Wassertiefe zu erreichen und ist voll. Kein Wunder, welcher Segler oder Motorbootfahrer fährt schon bei Regen – wenn er nicht muss. In einer Regenpause mache ich einen kleinen Rundgang durch das wie ausgestorben wirkende Städtchen. Es ist Wochenende und alle Läden haben bereits zu und wer hat schon bei dem Wetter Lust zum Bummeln. Ein paar Fotos von den Schlossresten zum Anden- ken und das war’s. Zurück an Bord erledige ich dann noch e-mails, da das WLAN Netz hier sehr gut ist. Am Sonntag fahren wir weiter bis nach Nyköping im Gulborgsund. Es ist eine eigentümliche Wetterstimmung: die Sonne schaut unter eine dichten Wolken- decke durch, spiegelt sich im Wasser. Später ist die Sicht dann durch aufziehen- de Regenwolken mäßig. Man merkt, dass sich beim Wetter einiges tut. Die Guldborgbrücke wird nach Bedarf geöffnet. Wir kommen und die Brücke öffnet sofort, ohne Wartezeit, obwohl es nur 2 Schiffe sind, die durch wollen. Das ist wirklich Service am Wassersport. Das Städtchen Guldborg ist bekannt durch das hier gebraute Bier – sonst ist nicht viel los. Der Sund schlängelt sich mit einer ausgesteckten Fahrrinne durch eine flache Landschaft. Interessant ist zwischendrin die Untertunnelung einer Autobahn – man erkennt den Tunnel durch die langen Steinschüttungen, die den Tunneleingang vor Hochwassern schützen soll. Nach dem Wetterbericht hatten wir geplant, einen Tag in Nyköping zu bleiben und dann am Montag – bei geöffneten Läden – durch das Städtchen zu bummeln. Aber dann sehen wir im Wetterbericht (Internet im Clubhaus des Motorbootclubs), dass a) der Starkwind in der Nacht durchziehen wird und b) dass am Dienstag, Mittwoch Südwind auf der Strecke nach Fehmarn sein soll. Am Montag soll es dagegen moderaten E-Wind geben. Wir beschließen in dem Fall doch bereits am Montag die 40sm bis nach Fehmarn zu fahren. Leichter Nebel am frühen Morgen – schon wieder eine Nebelfahrt??? Nein, denn als wir mit der 1. Brückenöffnung um 08:06 Uhr losfahren, hat der E-Wind den Nebel weitestgehend vertrieben – dunkle Wolken hängen aber noch am Himmel und lassen uns vorsorglich die Regensachen bereitlegen. Die südliche Strecke (also ab Nyköping) ist ein richtiger Zick Zack oder Slalom-Kurs, durch dicht beieinander stehende rote und grüne Fahrwasser Markierungen. Dazu ist oftmals die Wassertiefe unter 3m ja auch unter 2m. Also aufpassen, dass man genau in der Fahrrinne bleibt. Der Ausgang des Guldborgsundes ist noch ein- mal Flachwasser Gebiet und so müssen wir auch hier – jetzt unter Segeln – uns genau an den Untiefen Markierungen orientieren. Der E-Wind - um die 15 kn - ist weit aus stärker als angesagt, aber sehr gut für unseren Kurs. Er hält leider nur an, bis wir den Anfang der Windkraftanlage erreicht haben – dort schläft er ein. Durch die „76 Windräder" führt eine markierte Gasse von NW nach SW. Wir sind die Strecke schon einmal gefahren und kennen daher den Weg. Heute hat sich hier ein Nebel aufgemacht, der uns eine Sicht knapp unter 2sm gestattet, so sieht man meist nicht mehr als die nächsten 4 Windmasten. Schade, wir hätten die Masten gerne mal bei Sonnenschein durchfahren, es gibt immer wieder eine neue Perspektive der Anlage zu sehen. Man kommt sich wie in einem Wald voller hoher Bäume vor. Hält der lichte Nebel an bis wir die Schifffahrtslinie passiert haben? Das wäre gut, denn dann könnten wir rechtzeitig die unseren Kurs querenden Schiffe sehen. Mal wieder denke ich über AIS (Automatisches Identifizier System – das auf einem Plotter den Kurs der Grosschifffahrt zeigt) oder Radar nach. Das wäre eine große Hilfe beim Fahren bei schlechter Sicht. Wir haben Glück, denn erstens sehen wir ein paar vorbeifahrende Frachter rechtzeitig und zweitens kommen in der Zeit, als wir die Schifffahrtslinie kreuzen, keine. Was aber plötzlich kommt, nachdem der Nebel sich immer weiter gelichtet hat, Wind - und zwar aus SW also von vorne. Woher? Wir schätzen von einem noch nicht voll entwickelten Gewitter, welches vom deutschen Festland herüberzieht. Schnell hat der mit 12-16 (in Böen bis 20kn) blasende Wind wieder eine Welle von gut 1m aufgebaut und unser Schiff wirft beim Eintauchen in die Wellen immer wieder viel Wasser über das Vorschiff. So kann man das Schiff auch reinigen. Der „Spuk" hält solange an, bis wir die Ostseite Fehmarns erreicht haben und dann weiter unter Segeln bis vor die Hafeneinfahrt von Burgtiefe / Burgstaaken gesegelt sind. Dann ist Schluss mit dem Wind und wir sind fest im Hafen von Burgtiefe. Hier hören wir, dass sowohl gestern als auch heute schwere Gewitter heruntergekommen sind (dann war das, was wir mitbekommen haben, ein Ausläufer) und viel Schaden angerichtet haben. Ende des Törns. Was jetzt noch folgt: aufklaren, einige Reparaturen, Ölwechsel, auswassern, Schiff Winter fest machen…… Als Nachtrag: Von Renates Fuß wurde ein Röntgenbild gemacht, Band an- oder abgerissen bei ihrem Umknicken auf Idö vor 3 Wochen – aber bereits wieder beim heilen. (Durch den Heilungsprozess konnte der Arzt nicht genau sagen, ob an- oder abgerissen). Eine Schiene für die nächsten 6 Wochen wird den weiteren Heilungsprozess begleiten. Kühlen, Salben und fest binden war also richtig. Statistik: 64 Tage unterwegs, davon 16 Hafentage (10 wegen schlechten Wetters), Gesamtstrecke 1200 sm (140 h unter Motor, einschl. Hafen an- und ablegen) Von Hällevik nach Simrisham über die Hanö Bucht Rosen vor den Türen und die Regenrinne bestrickt - gesehen in Simrishamn Das umfangreiche Regentief So mögen wir die Möven noch - später sind sie mehr als lästig Schiffssetzung Ales Stenar bei Koseberga Ein Lotsenboot holt jeweils ca. 15 Leute von den Groß- seglern ab und bringt sie an Land Im Hafen von Gislovsläge Frühmorgen Wolke über der schwedischen Südküste Der Regen "verschluckt" das Land - Grönsund ![]() ![]() ![]() ![]() ![]() ![]() ![]() ![]() ![]() ![]() ![]() ![]() ![]() auch wenn das Stadttor weit geöffnet ist - am Samstag Nachmittag ist nichts los in Vordingborg Die Guldborg Brücke wird nur für uns 2 Segler geöffnet Nebelfahrt zwischen den Windkrafträdern Sonnenuntergangs-Stimmung in Fehmarn
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