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Lucky STAR ![]() ![]() www.luckystar-ds.de ![]() 14.06. – 21.06.2010 Fehmarn bis Figeholm Ein sonniger Morgen, kein Lüftchen bewegt sich. Wir starten los und müssen natürlich motoren. Es soll W Wind sein mit 3-4 Bft., na vielleicht wenn wir Fehmarn hinter uns gelassen haben. Es ist NW-Wind, aber nur mit 3-5 kn (1-2 Bft.) viel zu wenig, um zu segeln. Dafür steht eine alte Welle. So brummelt der Motor bis wir die Südküste von Gedser passiert haben. Danach stellt sich SW Wind mit 10-13 kn ein – wir segeln bis nach Klintholm. Das Wetter zeigt sich von seiner guten Seite, der Himmel ist überwiegend blau, 2 Schweinswale begeg- nen uns. Sie sind aber kamerascheu, denn als ich fotografieren wollte, waren sie nur noch unter Wasser – schade. Klintholm ist wie früher, hier hat sich nichts geändert, außer den Hafengebühren – sie betragen jetzt 25€. Unverschämt hoch finden wir, und werden Klintholm aus unserer Liste der anzulaufenden Häfen streichen. Auf den knapp 60sm von Klintholm bis Ystad werden wir ordentlich durchge- schüttelt. Es steht eine hohe alte und zum Teil konfuse Welle. Obwohl es eigentlich schöner achterlicher Segelwind gewesen wäre, motoren wir, da sowohl das Groß als auch die Genua nur hin und her flappen und keinen Zug entwickeln. Es ist kalt, eigentlich schon fast winterlich – im Schiff gerade mal 14°C (da heizt man zu Hause schon lange!!) und der Wind tut ein Übriges. So sind dicke Regenjacke, Kapuze über und Handschuhe angesagt. Dann begrüßt uns die schwedische Küste auch noch mit einem Regenschauer. Der Hafen- meister von Ystad klärt uns über die letzten Neuigkeiten auf: erst einmal ist das W-Lan jetzt kostenpflichtig (4 Std. 20 SK), dann ist der schwedische Wetter- bericht auch nicht mehr so wie früher – der Aushang zeigt eine komplett neue Fassung, dafür aber mit Vorhersage für mehrere Tage. Wir hören später auf VHF auch die neue Fassung von Stockholm Radio – man muss sich erst hinein- hören. Es wird viel schneller als früher gesprochen. Ystad – Simrishamn – eine Erholung. Erst wenig Wind, dann um das Kap Sand- hamaren segeln, bis der Wind auf NE –E dreht – Ende mit segeln – der Rest ist motoren, aber die Strecke ist nur 25sm. In Simrishamn ist es endlich sommerlich warm und wir bummeln durch das Städtchen, kaufen ein – vor allem das gute schwedische Brot „Cornelle", (ungesüsst, in Schweden ist das Brot sonst süß) Gemüse und Obst für die nächsten Tage. Dann noch schnell ein Blick in das hier kostenlose Internet: wie wird das Wetter in den nächsten Tagen??? Gut, leichter SW Wind, warm und sonnig. Ob wir dann die 50sm direkt nach Utklippan fahren sollen oder doch lieber nur bis Hanö und von dort nach Utklippan? Der nächste Morgen beginnt sonnig und windstill. Bei Windstille nur motoren, nein, wir frühstücken in aller Gemütsruhe – lassen uns Zeit, ggf. bleiben wir hier liegen oder fahren am späten Vormittag nach Hanö. Gegen ½ 10 Uhr setzt Wind mit 8 kn ein – auf geht’s - wir starten nach Utklippan. Es wird ein super Segeltag…. Fast die ganze Strecke unter Spinnaker, immer über 6kn Geschwindigkeit und dazu Sonne pur. Wenn der Wind nur nicht so kalt wäre…Vor Utklippan nimmt der Wind richtig zu – ich messe Böen mit 15kn – unser Schiff beschleunigt auf Rumpfgeschwindig- keit auf über 7,2 kn. Na, na, bekommen wir bei dem Wind den Spi auch wieder gut runter?? Aber alles läuft wie geschmiert (oder gut geübt) – während ich das Schiff so stelle, dass vom Groß der Wind abgefangen wird, ziehe ich den Spi hinter das Gross und Renate kann auf dem Vorschiff das 75qm Segeltuch bändigen und in den Sack packen. Wie nicht anders zu erwarten, ist der Hafen von Utklippan gut gefüllt als wir einlaufen – klar, wenn wir auch erst um ½ 10 Uhr auslaufen und um 18:30 Uhr einlaufen. Viele Schiffe liegen bereits im Päckchen – wir finden aber einen Platz an der Mauer, wo keiner bislang hin wollte, da der Wind darauf steht. In Utklippan ist die Möven Brütezeit bereits vorbei – nur noch ein paar Nach- zügler mit Jungen schreien, wenn man ihnen zu nahe kommt. Der Hafenmeister bietet leckeren geräucherten Lachs an, aber leider in solch großen Stücken, dass wir lieber verzichten, denn sonst würden wir 3 Tage daran essen. Das Barometer ist in der Nacht stark gefallen und fällt im Moment mit 1,2 hpa/h – das bedeutet Sturm. Wolkenfetzen ziehen über den Himmel – es sieht nach Schlecht Wetter aus. Erst einmal abwarten, beschließen wir. Dabei sollte heute doch wieder ein sonniger Tag sein!!!! Der Wetterbericht bringt eine Sturm- warnung für die südlich Ostsee, aber da sich der Himmel wieder aufzieht, brechen wir auf nach Kristianopel. Mit Genua und SW bis 20kn Wind machen wir immer über 6 kn Fahrt und sind nach 4 Std. im Hafen. Aber war das wieder lausig kalt!!! Handschuhe, dicke Jacke und lange Unterwäsche konnten das Schlimmste vermeiden. Das soll ein Sommer sein???? In Kristianopel nehmen wir erst einmal den teuren Strom (40SK) und heizen, Renate erkundet, wann die kostenlose Waschmaschine frei ist und unsere Nachbarn schauen das Fußballspiel Serbien gegen Deutschland. Derweil kommt die Sonne immer wieder durch die Wolken und versucht sich in Wärmeabgabe – das Barometer ist im „freien Fall "und sinkt bis 997hpa!!! Aber statt Sturm bekommen wir Sonne und schönes Wetter. Und das hält auch auf unserem schnellen „Ritt" nach Borgholm an. Erst lauer Wind aus S, so dass wir mit Spi segeln können. Segeln vom Feinsten, kaum Welle - auf der linken Seite das Festland, rechts ist Öland zu erkennen. Nach 2 Std. gemütlichem segeln ist es aus mit der Ruhe, der Wind nimmt schnell zu, wir bergen den Spi und segeln anschließend mit gleicher Geschwindigkeit nur mit Genua weiter. Schnell baut sich im Sund eine kurze steile Welle auf, was zum Teil auch an der Bodenbeschaffung liegt (flach und Verengung des Sundes). Als um 12 Uhr Kalmar in Sicht kommt, beschließen wir bei dem schönen Wind gleich weiter bis Borgholm zu segeln. Wie sich später herausstellt ein guter Entschluss – nicht nur weil wir unsere Freunde bereits um 16 Uhr freudig begrüßen können, sondern auch, weil am folgenden Tag (Sonntag) der angesagte Südwind fehlt. In Borgholm ist überall geflaggt. Heute heiratet Prinzessin Viktoria und so ist besonders hier etwas los (z.B. ein kostenloses Kuchen-Büfett) , denn nicht weit entfernt hat die Königsfamilie ihre Sommerresidenz (Solliden). Auf einen Besuch der Schlossruine verzichten wir, da wir uns diese bereits früher angesehen haben – im Abendlicht sieht sie vom Hafen aus fast noch schöner aus. Auf Grund des Wetterberichtes hatten wir uns schon auf eine schnelle Fahrt nach Figeholm gefreut. Leider hat der S-Wind wohl ausgepustet und schafft es nur noch auf 6 kn (2 Bft.) zu wenig um die 31sm nur zu segeln. So muss der Motor mal wieder mitarbeiten. Figeholm ist immer einen Stopp wert. Und so dauert es auch nicht lange, bis das Grillfeuer brennt und unser Grillgut durchröstet. Drohend sind ein paar Regenwolken am Himmel, doch wir werden erst gegen 21 Uhr durch ein paar Regentropfen verjagt – gegen die Kälte gibt es ja dicke Jacken (morgen ist Sommeranfang - 16°C Tagestemperatur, wer spricht da von Welterwärmung?). Wir beschließen Pause zu machen, denn in einer Woche 456sm gesegelt, das reicht erst einmal. ein eiskalter Wind bläst uns über die Ostsee auf Utklippan stehen Möven auch unter Naturschutz Figeholm - für uns der "Einstieg" in die östlichen Schären unter Spi über die Hanö Bucht nach Utklippan Kristianopel bis Borgholm -mehr Wind braucht es nicht
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