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Lucky STAR ![]() ![]() www.luckystar-ds.de ![]() 29.07.2010 - 07.08.2010 Figeholm - Hällevik Figeholm ist für uns immer der Einstieg und auch der Ausklang in und aus dem Schärengebiet. Für andere wohl auch, denn hier werden jetzt die Schlauchboote geputzt, zusammengelegt und verstaut – bis zum nächsten Jahr. Von Figeholm bis Fehmarn bleiben wir dann überwiegend in Häfen. Schwimmen ist vorbei und meistens auch das schöne Wetter – wie im Moment. Von Südschweden und von Estland haben sich 2 Tiefs in unserer Höhe vereint und ziehen nun gemeinsam weiter nach Mittelschweden. Das Barometer war gestern (Mittwoch) bis auf 995 gefallen und heftiger Regen prasselte die ganze Nacht herunter. Und das nächste Regentief ist bereits über Kattegatt, Dänemark und Südschweden im Anzug und trifft uns am Donnerstag voll. Nach Zeitungsberichten und Bildern zu urteilen waren wir aber noch gut dran, woanders – so in Södertälje - stand das Wasser in den Straßen so hoch, dass man mit Schlauchbooten fahren konnte. Am Freitag nutzen wir die wohl nur kurze Regenpause am Mittag zu einem gemeinsamen Grillen. Am Abend ist großes Hafenfest. Dazu wird gegrillt, Musik spielt auf und später wird gesungen und getanzt. Wenn es nicht so kalt gewor- den wäre, wären die geschätzten 150 Gäste sicherlich noch länger geblieben. Zum Glück hielt sich der Regen zurück. Für das ganze Wochenende ist noch Wind aus Süd angesagt. Über 5 Bft., da müssen wir nicht gegen an fahren. Kalmarsund mit starkem Süd-Wind, das kennen wir, da steht dann eine recht hohe Welle und dagegen anbolzen – ohne dass man muss – nein. Wir werden wohl erst am Montag weiter fahren, dann soll das Wetter auch wieder sonnig sein und der Wind auf West gedreht haben. So puschelt jeder noch ein wenig am Schiff herum – bei uns wird endlich das "KN" Kennzeichen endgültig entfernt und der vorgesehene Schriftzug „Lucky Star" angebracht. Aber man merkt, dass die Arbeit langsam ausgeht!!! Die unverhofften Liegezeiten sind zu lange. Dafür wird in Kommunikation gemacht. Mit mehr als 7 Schiffen sind wir eine kleine deutsche Kolonie und da kommt man am Grill oder zum Nachmittags Kaffee ins Reden. So hört man wieder von neuen Schärenplätzen oder Häfen, die man noch nicht kennt, und kann Pläne machen für das nächste Jahr. Renates Knöchel tut die Ruhepause auch gut! Es schmerzt immer noch… Am Sonntag kommt wohl bei einigen Seglern „Hafen-Panik" auf – kurz ent- schlossen laufen sie aus. Wir beschließen bis Montag zu bleiben – der Wind wird auch – lt. Wetterbericht – am Montag aus Süd mit der gleichen Stärke kommen (eventuell mit Regen garniert), aber erst um 11 Uhr auslaufen, das ist uns für die Strecke von 35sm bis Borgholm zu spät und am Dienstag soll es W- Wind geben – also Segelwind für den Kurs nach Süden durch den Kalmarsund. So haben wir noch einen gemütlichen Mittags-Grill und auch der Nachmittag lässt sich sonnig an. Über VHF hören wir von den ausgelaufenen Freunden, dass der Wellengang nicht so hoch wie erwartet und auch der Gegenwind moderat ist. Der Montagmorgen beginnt mit einer Sonne, die unter den Wolken hervor lugt. Es sieht diesig aus, aber von Wind und Regen keine Spur als wir um 6:30 Uhr Figeholm verlassen. Es ist eine eigentümliche Stimmung, dunkle Wolkendecke, leichter Nebel und die Sonne scheint nur schemenhaft durch. Ein kurzer Regen- schauer, Nebelschwaden, die uns, das Land und andere Schiffe kurzzeitig einhüllen, ansonsten spiegelglattes Wasser!!! Wenn wir schon motoren, dann können wir bei dem ruhigen Wasser auch gleich bis Kalmar durchfahren - Werner und Rosi sind der gleichen Ansicht. Und so machen wir um 15 Uhr in Kalmar fest – begrüßt durch die Freunde von der "Westward Ho". Im Hafen von Kalmar hat sich in den letzten 2 Jahren einiges getan, neue Stege sind hinzu- gekommen und alle Festmacherbojen sind erneuert und nummeriert. Nur mit den Sanitäranlagen hapert es noch. Hier sind 4 Duschen und ein Mini kleiner Umkleideraum einfach zu wenig für die Anzahl Gäste. Und leider ist der ICA Supermarkt auch nicht mehr in der Nähe, und in dem hafennahen Einkaufs- laden bekommt man wirklich nur das Allernotwendigste. Schade. Nach dem schwedischen Wetterbericht sollte am Dienstag Nordwind mit 4-7 m/s sein, was ist…..Nebel. Von Wind nichts zu merken. Da die Sonne durch den Nebel schemenhaft durchscheint, nehmen wir an, dass sich der Nebel schnell verziehen wird. So legen wir ab – vor uns waren schon einige losgefahren und wir denken, wenn die nicht zurückgekommen sind, hat sich das mit dem Nebel auch gegeben. Weit gefehlt!! Als wir in das Fahrwasser einschwenken (hier auch Schifffahrtsstraße) hat man keine 20m Sicht. Sollen wir nicht besser doch umkehren und abwarten?? Ein Funkspruch mit einem vor einer ½ Std. ausge- laufenen Schiff: „Der Nebel hat sich gelichtet". Also tasten wir uns durch die relativ enge Fahrrinne weiter nach Süden – gut, dass wir unseren Standort so genau im Plotter sehen. Von Wind ist auch nichts zu spüren, später kommt noch Regen hinzu. Kaum sind wir aus dem engen Fahrwasser raus, hören wir im Funk: „Achtung, da kommt ein dicker Frachter auf Euch zu". Aber auch ohne diese Warnung hätten wir den „Kahn" gesehen – der Nebel gab gerade mal wieder eine Sicht von 2-3sm her. Danach wieder pottendicht, die mit uns im Abstand von ½ sm fahrende „Timpe Te" ist oftmals nicht zu sehen. Aber wenn sich der Nebel lichtet, sieht man, welche Schiffe uns noch folgen. Wir sehen sogar einmal Öland an Backbord. Ist das der Test, ob wir auch bei Nebel vernünftig navigieren können??? Oder ist es Leichtsinn ohne Radar zu fahren? Schiffsverkehr ist hier keiner, und wenn, dann sind es Segler, die uns auf dem Kurs entgegenkommen und genauso langsam fahren wie wir. Aber wie soll es anders bei dem Wetter sein? Außerdem ist es ein gerades, breites Fahrwasser ohne Felsen oder Inseln. Der Hafen von Kristianopel ist so gut wie voll, das heißt, wir finden noch 2 schöne Plätze an der Mole und die 2 mit uns einlaufen- den Schiffe haben auch noch Platz. Hatten wir gedacht, dass nur wir bei dem Wetter fahren, sehen wir uns getäuscht, denn Schiff auf Schiff kommt in den Hafen und jetzt wird es richtig eng – alle Bojen sind belegt und reindrängen zwischen 2 Schiffe geht auch nicht mehr – man liegt schon eng zusammen. Jetzt ist der Hafenmeister voll gefragt. Er weist jedes herein kommende Schiff ein – hat für jeden noch einen Platz und wenn es draußen „auf Reede" ist, wo 4 Bojen ausgelegt sind. Oder an der Mauer in der Hafeneinfahrt, oder im Päckchen an der Mauer innen! Super. Nur mit dem Wetter, da sind wir nicht zufrieden. Denn ist jetzt mit dem Ende der schwedischen Ferien auch der Sommer vorbei??? Hat das Wetter verzuglos von Sommer auf Herbst (mit Nebel) umgeschaltet? Wir hoffen nicht und all die anderen auf dem Heimweg befindlichen deutschen und dänischen Yachties wünschen sich noch ein paar schöne Tage. Als spät abends noch eine gut 20m lange Jongert Segelyacht kommt (wohl angemeldet) macht der Hafenmeister an der Außenmole Platz – ein paar Schiffe mehr, die im Päckchen liegen. Die Hafeneinfahrt ist auch schon auf jeder Seite belegt – eine Durchfahrt ist aber noch möglich. Die Letzten kommen um 22 Uhr und machen an der Steinmole mit Heckanker fest. So voll haben wir den Hafen noch nie gesehen. Am Morgen dann ab 6 Uhr der große Aufbruch. Schiff auf Schiff verlässt den Hafen, die meisten steuern nach Süden – Karlskrona oder Utklippan sind wohl die gefragten Ziele. Bei SW bis W Wind um die 10-16 kn. können wir die Einfahrt zum Schärenweg nach Karlskrona gerade so anliegen und dann im geschützten Fahrwasser ist es wieder segeln vom Feinsten. So sind wir bereits um die Mittagszeit angelangt und haben den ganzen Nachmittag „frei". Nur schade, dass Renate immer noch Probleme mit ihrem Fuß hat und nicht richtig laufen kann. So nehmen wir die Räder und fahren erst einmal zum Fischhändler, kaufen Fisch zum Abendessen. Und dann wird es noch ein sehr gemütlicher Abend bei Werner auf dem Schiff. Egon ist ein Hobby Bastler für Drehorgeln. Aber da eine Drehorgel an Bord denn doch zu groß ist, hat er im gleichen Prinzip eine Ziehharmonika gebaut. Gleiches Prinzip??….Wenn man das auf die Elek- tronik bezieht. Elektronisch, wie bei einem Keybord, werden die eingestellten Lieder gespielt. Damit auch Töne entstehen, muss die Ziehharmonika auf- und zugezogen werden. Denn nur dann strömt Luft durch die von der Elektronik auf- und zugemachten Ventile und erzeugt die entsprechende Schwingung. Einfach toll. Jeder wollte dann mal spielen und bei jedem klappte es so, als wenn er richtig die Melodie spielen könnte. Donnerstag haben wir einen Ruhetag eingelegt und das aus mehreren Gründen: einmal wollten wir die „Deutsche Karawane" weiter ziehen lassen und zum anderen haben wir noch genügend Zeit und durch das Städtchen bummeln ist ja auch sehr schön. Schade nur, dass auch hier der Internetzugang nicht mehr kostenlos ist, so werden die Bilder und Texte dann in Hällevik oder Simrishamn hochgeladen werden. Aber dafür gibt es beim Fischer (ca. 15 min mit dem Fahrrad entfernt) frischen Sild. Daraus machen wir ein feines Mittag- essen. Dass man auch beim Fischer gut essen kann berichtet Egon. Werner berichtet von einem vorzüglichen Menü im Museum. Am Abend hört man dann rundum die nächsten Ziele: morgen nach Hällevik (37sm), Hanö (30sm) oder nach Simrishamn (69sm). Wir dagegen wollen noch einen letzten Schärentag einlegen und die nur 15sm entfernte Insel Karön ansteuern. An der Steganlage haben wir schon einmal gelegen und fanden das Umfeld einfach sehr schön. So brechen wir auch nahezu als Letzte auf. Wir können uns Zeit lassen, denn bei 15sm und E-Wind von 10kn werden wir nur 3-4 Std. brauchen. Vorausge- setzt: wir müssen an der Drehbrücke bei Hässlö nicht so lange warten. Und das mussten wir nicht. Denn als wir da sind, sind wir 4 Schiffe und die Drehbrücke wird gleich geöffnet (wir brauchten nicht einmal das Gross herunter zu nehmen). Nach der Brücke kommen wir ins freie Wasser der Hanö Bucht und schon empfängt uns eine hässliche Welle. Bei achterlichem Wind schaukeln wir hin und her, die Segel schlagen – nicht schön, aber zum Glück nur knapp ½ Std. dann biegen wir ab mit Kurs nach Karön. Egon, der mit uns durch die Dreh- brücke fuhr, hat seinen Kurs nach Hanö gerichtet und wird wohl ganz schön durchgeschüttelt, bis er dort ist. Das wäre kein Kurs für uns. An der Steganlage von Karön hat sich einiges getan – es wurden Bojen aus- gelegt und an der Querseite gibt es jetzt Schlegel. Da wo vorher nur eine Nacht- bar war, ist jetzt ein gut besuchtes Restaurant. Und mit der ½ stündlich ver- kehrenden Fähre kommen auch viele Gäste vom Festland und sei es auch nur um den schönen Badeplatz (mit Sandstrand) zu besuchen. Als wir ankommen liegen noch einige Motorboote längsseits und 2 Segler mit Heckleine an den Bojen. 2 Std. später liegen wir nur noch mit einem Motorboot an diesem schönen Platz. Bei 19°C Wassertemperatur und Sonne pur, ist Baden angesagt. Wenn das nichts ist – zumindest ist es das letzte Baden in den Schären für dieses Jahr. Am Abend hat sich die Steganlage wieder gut gefüllt – vornehmlich von deutschen Seglern. Es scheint so, als wenn sich der Platz herumgesprochen hat. Wie im Wetterbericht angekündigt, dreht der Wind in der Nacht auf Nord und es regnet ein wenig. Am Samstagmorgen ist der Himmel grau und ab und an fällt noch leichter Regen. Aber was soll’s, für den Kurs nach Hällevik kommt der Nord-Wind gerade richtig und auch in der richtigen Stärke. So segeln wir gemüt- lich mit im Schnitt 5kn bei halbachterlichem Wind die 26sm und haben nicht die Schaukelwelle wie gestern. Zum Anlegen frischt der Wind noch mal so richtig auf, aber das sind wir ja schon gewöhnt. Nachdem auch die „TimpeTe" angelegt hat, gehen wir erst einmal zur Fischräucherei und kaufen frischen und geräuch- erten Fisch. Wenn der Nordwind anhält, dann werden wir morgen nach Simrishamn weiterfahren. weiter....>> Figeholm eine Tanzgruppe vor dem Marine- Ausbildungszentrum in Kalmar Renate hat für Mittags einen Salat gemacht trotz des dichten Nebels sind viele gefahren und suchen am Abend noch einen Liegeplatz in Kristianopel Wolkenbildung am Morgen bei der Abfahrt aus Kristianopel Karlskrona vorgelagert sind viele Festungsanlagen Denkmal an den Fischmarkt in Karlskrona ![]() ![]() ![]() ![]() ![]() ![]() ![]() ![]() ![]() in Karön wurde die Steganlage modernisiert Ansteuerung von Hällevik
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