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Lucky STAR ![]() ![]() www.luckystar-ds.de ![]() 29.06.- 05.01.2010 Snedskär – Stockholm Wieder ein Sommertag – blauer Himmel und Sonnenschein, Wassertemperatur fast 18°C – fast „Badetemperatur. Aber wir lassen es sein, machen startklar und müssen erst einmal ca. 1 Std. motoren bis sich der Wind einstellt. Aber dann ist es ein feines Segeln. Vorbei an kleinen Inseln, dem Festland bis nach Oxelösund und dort wieder durch eine Passage. Danach kreuzen wir das Fahrwasser, welches nach Nyköping führt. Jetzt kommen uns auch wieder viele Schweden – hart am Wind - entgegengesegelt. Interessant sind die schmalen Durchfahrten. Hier heißt es nicht nur darauf aufzupassen, dem Ufer zu nahe zu kommen, sondern auch den Tiefgang zu beachten. In Broken kommen wir gerade zur Mittagszeit an. Das ist eine sehr gute Zeit, denn viele „Spätaufsteher" kommen erst jetzt „in die Gänge". So legen auch hier gerade 4 Schiffe ab, sie verschaffen uns genügend Platz. Der Nachmittag steht im Zeichen von „Sonne empfangen". Was kann das morgige Ziel sein? Wenn tatsächlich – wie angesagt S Wind mit ca. 5 Bft. Kommt, dann ist Fifong keine gute Empfehlung, denn in die Südbucht bläst der Wind rein. Trosa ist da schon besser, weil man bei schlechtem Wetter auch in das Städtchen gehen kann – und bei einem Tief, dass über Süd- und Mittelschweden nach Nordost zieht, ist auch eine Wetterver- schlechterung zu erwarten. Wir entscheiden uns für Trosa. Ein kleiner Schauer am Morgen und genügend Wind aus Süd bringen uns in 4 Std. hin. Auch hier kommen wir gerade Mittags an und so sind noch nicht viele Neuankömmlinge da. Renate nutzt die Gelegenheit, um Wäsche zu waschen. Dunkle Wolken ziehen immer wieder über uns hinweg – Regen gibt es aber nicht. Dafür haben wir so manches interessante Anlegemanöver zu beobachten. Ein Pausentag für Trosa muss einfach sein. Nicht nur, weil man hier in einem ICA Supermarkt gut einkaufen kann, sondern weil man sich auch Zeit nehmen sollte, um durch das alte Städtchen zu schlendern. Dabei stören auch die vielen dunklen Wolken (ohne Regen)nicht, die schnell am Himmel entlang ziehen. Sie sind die Randerscheinung des Tiefs, dass im Norden Schwedens nach Finnland zieht. Am Abend scheint wieder die Sonne, es ist sommerlich warm, um die 20°C. Für den Freitag haben wir uns die landschaftlich schöne Strecke bis nach Södertälje vorgenommen. Lt. Wetterbericht soll es morgens noch NW 0-4 ms und dann ab Mittag Südwind geben. Das würde für den Kurs passen, erst ein wenig motoren, dann mit Rückenwind segeln. Denkste, wir motoren 5 Std. – so ist wenigstens die Batterie komplett geladen und wir brauchen keinen Landstrom zu nehmen, der mit 50 SEK berechnet wird. 2 große Frachter über- holen uns bis Södertälje, aber zum Glück keiner in einer der Engstellen. Die Nähe einer Stadt (Södertälje) und Grosstadt (Stockholm) ist an der Anzahl der vielen Häuser, die entlang des Wassers auf Felsen stehen, zu merken. Und natürlich auch am Bootsverkehr. Eine Unzahl Segler und Motorbootfahrer kommen uns entgegen und streben nach Süden. Der Gästehafen Södertälje ist fast leer. Liegt es daran, dass noch nicht viele in den Mälarensee oder auf dieser Strecke nach Stockholm wollen, oder daran, dass sich der Übernach- tungspreis auf 180 SEK erhöht hat (130 SEK noch 2007)? Oder ist das Preisgefüge Stockholms daran Schuld? Jedenfalls funktioniert das Internet im Hafen nicht und das finde ich sehr schlecht, hatte ich doch darauf gehofft, dass, wenn es schon in Trosa nicht geht, zumindest hier funktioniert. So erledigen wir unsere e-mails in der Bibliothek. Am Abend bekommen wir mehrmals demon- striert, wie Frachter exakt in die Schleuse fahren – da passt nichts mehr dazwischen. Wir nehmen am Samstag die Öffnungszeiten der Schleuse um 8:30 Uhr, denn die nachfolgende Brücke öffnet um 9:00 Uhr und dann alle 2 Std. So sind wir zeitig aus dem Södertälje Kanal und können entspannt mit Rückenwind zur Insel Björkö segeln. Auch hier ist es gut um die Mittagszeit anzukommen, denn die Insel ist ein beliebtes Tages-Ausflugsziel. Natürlich machen wir auch einen Rundgang über die Insel. Überall hat man Hinweise angebracht, die zeigen sollen, dass Wikinger früher hier eine bedeutende Handelsniederlassung hatten. So hat man ein paar Häuser nachgebaut und im Schilf liegt ein Wikinger Schiff. Dass diese „Attraktionen nicht weit weg von Stockholm Touristen anzieht, versteht sich von selber. Wer schon bis in den Mälaren segelt, fährt sicherlich auch weiter nach Stockholm. Es sind nur ca. 20sm, die wir durch den Sund fahren. Dicht bewaldet und zum Teil mit hohen Felsen, auf denen sich immer mehr Häuser drängen, je näher man Stockholm kommt. Für alle, die einen höheren Mast als 14m haben, heißt es dann warten, bis die Brücke aufmacht und von dort zur nächsten Schleuse und wieder eine Brücke auf deren Öffnungszeit man warten muss. Aber danach ist man in kurzer Zeit – über von Fähren, Rundfahrtsschiffen, Motorbooten und sonstigen Schiffen aufgewühltem Wasser – fast im Zentrum von Stockholm. Wir machen im fast komplett belegten Wasahafen, direkt neben dem Wasa-Museum fest. Die Liegegebühr hat sich auch hier um mehr als 20% gegenüber vor 2 Jahren erhöht und den kostenlosen Hafen-Internet-Zugang gibt es auch nicht mehr!!! Dafür ist es aber richtig warm geworden – im Schiff messen wir nachmittags 28°C, zu warm, um noch einen Stadtbummel zu machen. Das verschieben wir auf morgen früh. die Hafengebühr wird in Snedskär einfach in den Briefkasten geworfen Auf Björkö war einst eine Wickinger Siedlung Trosa - altes Rathaus Die letze Brücke öffnet sich - wir haben freie Fahrt zum Wasahafen ![]() ![]()
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