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05.07.2010 – 10.07.2010 Stockholm bis Arholma
Der Montag zeigt einen bedeckten Himmel, das ist gerade richtig für einen Stadt- bummel. Mit der Fähre fahren wir rüber in die Altstadt, die Gamla Stan und haben richtig gerechnet, denn es ist am Montagmorgen noch wenig Touristen- Betrieb. So können wir in aller Ruhe Schaufenster begucken, Fotos machen und uns an den alten Gebäuden erfreuen. Von der Altstadt kommt man direkt in die moderne Einkaufs Fußgängerzone. Wir folgen ihr bis zum Ende - ohne etwas zu kaufen!! Auch auf eine Besichtigung des Reichstages verzichten wir, sehen uns lieber wieder mal die schöne deutsche Kirche an. Am Nachmittag – mit freiem Eintritt für über 65-jährige-– sehen wir uns die Fahrgeschäfte des direkt neben unserem Hafen befindlichen Vergnügungsparks Gröna Lund an. Hörten wir doch schon die ganze Zeit das laute Gekreisch der Jugendlichen, die mit den aufregendsten Bahnen in sich drehend und überschlagend Kurven drehten oder in Fallgeschwindigkeit vom hohen Turm herunter katapultiert wurden. Wirklich, nichts mehr für uns, oder doch nur als Zuschauer. Stockholm bietet natürlich noch viel mehr, aber bei dem Wetter in Museen, Ausstellungen, Oper etc. gehen, nein. Das Wasa Museum haben wir uns auch schon bei einem früheren Besuch angesehen. Das sommerliche Wetter ist am Nachmittag zurückgekommen und wir werden morgen wieder in die Schären fahren.
Der mit 0-4 ms angesagte NE Wind bringt uns nicht vorwärts und die durch die Kursschiffart und die kleinen Motorboote hervorgerufenen Wellen tun ihr übriges – wir schaukeln bis hinter Vaxholm. Klar, hier in der Nähe der Großstadt - dazu zählt auch das Gebiet um Vaxholm - ist ein hohes Verkehrsaufkommen auf dem Wasser. Aber das hatten wir gewusst. Trotzdem es ist landschaftlich eine sehr schöne Gegend und bei dem Sonnenschein besonders. Vaxholm mit seiner Festung war früher eine uneinnehmbare Bastion gegen alle Feinde, die sich Stockholm auf dem Wasser näherten – liegt sie doch mitten in einem engen Fahrwasser und konnte so alles beherrschen. Heute ist dort ein Museum und ein gerne besuchtes Ausflugsziel. Unser Ziel ist die Naturschutzinsel Grinda. Auch wenn der Liegeplatz durch herein laufende Wellen sehr unruhig ist. Grinda ist auch ein beliebtes Ausflugsziel für Stockholmer. Mit einem rasenden Schlauchboot – dem Grinda Express – kommt man in weniger als einer ¾ Stunde hin. Und wie wir beobachten wird dieser Schnellzubringer gut genutzt. Dabei gibt es hier außer einer Jugendherberge, einem Zeltplatz, einem Hotel mit Konferenzräumen, einem Cafe und einem kleinen Einkaufsladen nur Natur. Aber auch viele Motorbootfahrer kommen nur als Tagesgäste, um Kaffee zu trinken, oder Abendbrot zu essen. Am Abend, wenn das letzte kleine Motorboot abgelegt hat, die Grinda-Express-Fahrer ihre Leute wieder zurück nach Stockholm gebracht haben, ist es ruhig. Jetzt ist Grillzeit und ein besonderer Anziehungspunkt hierfür ist offensichtlich für die Schweden immer ein hoher Felsen. Mit einem roten Himmel verabschiedet sich der Tag.
Für Mittwoch ist NW-W 3-6ms angesagt – schön, da kommen wir unter Segeln gut nach Ängsö. Blauer Himmel, Sonne ein paar weiße Wolken, dazu die grün bewachsenen Inseln bilden die Kulisse auf unserer Fahrt. Wir benutzen zu einem großen Teil das nach Stockholm führende Hauptwahrwasser. Leider dreht der Wind ständig und so ist viel Segelarbeit angesagt. Aber wir wollten ja segeln. Ängsö ist ebenfalls eine Insel unter Naturschutz. Hier gibt es einen kleinen Steg, eine sehr schöne Hütte (mit Doppelsitzer-Klo und Aufenthalts- raum), dazu Grillstellen mit Tisch und Bänken. Und bei einem Spaziergang über die Insel kann man die naturbelassene Landschaft bewundern. Hier wird nur Landwirtschaft zum Nutzen der Natur betrieben. Ängsö wird auch von einem Kursschiff angelaufen, so dass auch Nicht-Wassersportler die Insel für einige Stunden besuchen können.
Da man hier nur eine Nacht lang bleiben darf, segeln wir mit dem noch immer blasenden Süd-Ost-Wind bis Kapellskär, um dort zu übernachten. Dieser kleine Hafen liegt auch in einem Naturschutzgebiet und hat wenige Plätze. In allen genannten „Häfen gibt es (außer in Grinda gegen viel Geld) kein Wasser und keinen Strom. In Kapellskär ist ein Wasserhahn, und Annehmlichkeiten wie Dusche, Strom gibt es auf dem Zeltplatz, 1 km entfernt. Aber wozu? Die Ostsee ist groß, und Baden macht Spaß!!
Weiter geht es dann bis zur nördlichsten Insel der Stockholmer Schären – nach Arholma. Auch diese Insel ist Naturreservat, aber bewohnt – vor allem im Sommer, wie man an den vielen Sommerhäusern sehen kann. In der Ost-Bucht ist ein schöner, natürlich wieder gerne besuchter, Anlegesteg. Am Nachmittag wandern wir quer über die Insel zur West-Bucht, wo sich ein Anleger für die Kursschifffahrt und ein kleiner Kaufladen befindet. Aufgewärmt durch die Wanderung und die Sonne kann man eine Abkühlung im 18,5°C „warmen Wasser vertragen. Wir beschließen den Samstag hier zu bleiben und das sommerliche Wetter zu genießen. Und wohin wir am Sonntag fahren, das bestimmt der Wind.
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in Stockholms Vergnügungspark Gröna Lund
Anlage in Ängsö
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Festungsanlage Vaxholm
in der Bucht von Arholma findet man viele Plätze
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