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Lucky STAR ![]() ![]() www.luckystar-ds.de ![]() 21.07. – 28.07.2010 Trosa bis Figeholm Ein Stopp von einem Tag – eigentlich nur einem halben Tag – hat gereicht um 3 Maschinen Wäsche zu waschen, einzukaufen, Wasser zu tanken. Damit waren alle wichtigen Dinge erledigt, damit wir die nächsten Tage wieder autark in den Schären bleiben können. Nur mit dem Internet, das funktionierte immer noch nicht. Die Signalstärke war zwar ausreichend, aber das Netz fiel immer wieder aus. So konnte ich zwar in der Bibliothek alle e-mails erledigen, aber meine homepage nicht aktualisieren. Unser schwedischer Nachbarlieger meinte dann, dass er mit einem USB Stick, Telia als Telefon-Provider und einem Monats- vertrag, bislang keine Probleme hatte. Mal sehen für das nächste Jahr. Es ist schwül heiß und liebend gerne wären wir im 20°C warmen Wasser schwimmen gegangen, aber im Hafen, bei dem Schiffsverkehr und wer weiß was da alles ins Wasser gelassen wird, verkneifen wir uns den Spaß. Mit einem SSW Wind können wir am Mittwoch einen großen Teil der Strecke nach Broken segeln. Aber heute ist es anders als auf der Fahrt nach Norden – eine Unzahl Segler kommt uns entgegen, natürlich mit für sie sehr günstigem halb achterlichen Wind. So wird es an den zu passierenden schmalen Durch- fahrten schon mal eng. Dazu kommt, dass der Wind gerade in den engen Passagen böig hin und her springt. Aber dennoch, die Strecke ist wunderschön – man muss nur gut aufpassen und jede Fahrwassermarkierung „abhaken", denn die Felsen lauern sehr nahe am Fahrwasser. Gestaunt haben wir über einen deutschen Segler mit einer Comfortina 42. Er überholte uns unter Segeln an einer Stelle an der wir bereits – weil der Wind zu sehr von vorne kam – motoren mussten. Mei, kann das Schiff Höhe laufen, beneidenswert. In Broken sind schon viele Schiffe und das um kurz vor 1 Uhr mittags. Plätze sind aber noch in der Bucht zum Aussuchen, was sich gegen 15 Uhr schon kaum mehr machen lässt. Da gibt es nur noch am langen Steg einige freie Stellen, wo Schiffe festmachen können. Gerade zur Kaffeezeit bieten 2 Kinder des Hafenmeisters frisch gebackenen Kuchen an, wenn das kein Service ist – und natürlich nehmen wir das Angebot wahr. Ja und dann treffen wir auf bekannte Segler aus Großenbrode, die wir vor 2 und 3 Jahren sowohl in Figeholm als auch hier getroffen haben – so trifft man sich unverhofft wieder – einfach schön. Aber was nicht schön ist: die Wassertemperatur ist hier nur noch 16°C – sie wird auch nicht höher, obwohl wir mit 4 Thermometern nachmessen. Wir können es nicht glauben, wo wir doch die ganzen letzten Tage immer über 22°C Wassertemperatur hatten. Hat da jemand Eis ins Wasser geschüttet?? Für Donnerstag ist Wind aus S bis SE mit 2-5 kn und am Nachmittag bis 9 kn angesagt. Das wäre nicht so schlecht für den Weg nach Snedskär, da könnten wir die meisten von den 17sm segeln. Aber wieder eine Überraschung am Morgen: als wir Broken verlassen und über die freie Wasserfläche Richtung Oxleösund fahren, ist kaum etwas zu sehen – Seenebel. Gut, dass wir sowohl die Strecke kennen, als auch GPS und einen Plotter haben. So ist die Sichtweite von knapp ½ sm nicht so schlimm. Weiß sieht der Dampf über dem Nebel, der aus dem Stahlwerk in Oxelösund in den klaren Himmel steigt, im Sonnenlicht aus. Dann ist der Nebel vorbei, die Sonne hat ihn „aufgefressen", Südwind setzt ein, wir segeln am Küstenstrich von Oxelösund entlang. Leider nicht lange, der Wind schläft ein, als wir nach Süden abdrehen. Ok, dann brauchen wir halt nicht gegen den Wind zu motoren. In Snedskär werden wir vom Hafenmeister em- pfangen und da viele freie Plätze vorhanden sind, ist die Wahl schwierig. Am Himmel drohen dunkle Wolken, die kurz nach unserer Ankunft einen Regen- schauer loslassen – der 1. Regen seit wir unterwegs sind! Am Abend sind alle freien Boxen belegt, es hat sich nicht nur bei den Deutschen herumgesprochen, dass man hier gut liegen kann und freundlich empfangen wird. Wie uns der Hafenmeister sagte, sind heute 22 Gästeschiffe da. Am Abend werden Hähn- chenschlegel gegrillt und anschließend der Sonnenuntergang begutachtet. Es ist wohl der Beste für die nächsten Tage, denn lt. Wettervorhersage wird es regnerisch, windig und mehr. Also nichts zum Weiterfahren – und das wohl bis Sonntag. Verantwortlich für das Wetter zeichnet ein Tief über dem Baltikum, das NW und ein Tief über Südschweden, welches NE zieht und wir liegen da- zwischen. So bekommen wir auch nicht so viel vom Regen und vom Starkwind ab – nicht schlecht. Mit uns bleiben auch viele Andere hier. Man ist der Meinung, dass man nicht unbedingt in schlechtes Wetter hineinfahren muss, sondern lieber abwartet, bis sich diese Störung aufgelöst hat. Mit dem Nordwind ist es auch kalt geworden, richtig ungewohnt – nur noch 16°C morgens im Schiff!!! – wie im Frühjahr. Langeweile? Nein. Da gibt es einiges, was man immer vor sich her geschoben hat: die KN Zulassungs-Nummer ablösen und durch den Schiffsnamen ersetzen, Staubsaugen, Chromteile reinigen, Plicht polieren….. und Zeit zum Lesen hat man auch noch. Am Nachmittag setzt Regen ein, der Himmel ist grau in grau, auf den Schiffen ist niemand mehr zu sehen. Alle haben sich verkrochen, bis auf den Hafenmeister, der barfuß im Regen herum- läuft und ankommenden Gästen einen Platz zuweist – einfach nett. Und was sagt der Wetterbericht dazu: bis Morgen Regen. Und was für ein Regen – es sieht aus, als wenn der um ca. 30cm gesunkene Ostsee-Wasserstand mit einem Mal wieder aufgefüllt werden sollte. Von dem starken NE Wind merken wir so gut wie nichts. Wir sind in der Abdeckung der vereinseigenen Snedskär Schäre (=Insel) und sehen nur am Windmesser, dass hier noch Böen mit 20kn angezeigt werden. Einige Segler sind unterwegs, aber nur mit gereffter Genua – sie müssen wohl zurück, denn wer fährt sonst schon bei dem Wetter. Am Morgen ist es diesig und nebelnass, der starke Wind und Regen ist wohl vorbei. Stockholm Radio verkündet „bewölkt, 18-20°C, für Abend und Nacht S- Wind". Das heißt, dass das Tief durch ist und ab Montag soll es wieder klar werden, der Wind von SW auf NW drehen. Das sind gute Nachrichten – also Start am Montag. Dennoch ein mehr als trüber Sonntag mit Wolken verhan- genem Himmel, immer wieder ein kurzer Schauer, da mag man gar nichts unternehmen. Trotzdem: viele Schweden grillen bei auch bei diesem Wetter!! Auch der Dienstag zeigt sich Wolken verhangen – wir starten trotzdem, denn sonst würden wir noch Algen ansetzen. Der wenige Wind kommt direkt von Süd, also von da, wo wir hinwollen. In Arkösund sind alle Liegelätze wegen einer internationalen Regatta belegt, so probieren wir auch gar nicht erst anzulegen, um z.B. Wasser nachzufüllen. Das machen wir dann in Fyrudden. Für alle, die einigermaßen zügig weiterkommen wollen, ist motoren angesagt und das gilt sowohl für die nach Norden als auch für die, die nach Süden fahren. So lassen wir stressfrei die schöne Strecke an uns vorbeiziehen und haben einen Blick für die verschiedenen Wolkenformationen, die mal drohend, mal aufgeheitert sind. Wie vorauszusehen ist in Fyrudden Hochbetrieb, ein Kommen und Gehen, anlegen zum Tanken, zum Einkaufen, zum Wasser fassen oder um Leute aufzu- nehmen. Dafür ist es dann in Stugvik gleich ruhiger und das, obwohl beide Steganlagen gut besucht sind. Wir hören von anderen Deutschen, die kurz vor uns gekommen sind, dass in der letzten halben Stunde mindestens 10 Schiffe angekommen sind! Und mit uns kam der nächste Schwung, so sind auch alle Bojen belegt. Wir sind im Moment eine richtige „deutsche Kolonie" mit 6 Schiffen und schon wird geklönt und Erfahrungen / Empfehlungen ausgetauscht. Am Abend dann gemeinsames Grillen und Essen. Und wo soll es weiter hingehen? Idö liegt „am Wege", aber dann früh abfahren – es wird sowieso eine Motorboot- fahrt, denn 0-4ms (1-2 Bft.) aus unterschiedlichen Richtungen, ist zum Segeln zu wenig. Und die, die es dennoch machen, schleichen dahin. In Idö bekommen wir für 4 Schiffe noch einen guten Platz – zwar mit Muringleinen, aber dafür liegen wir dann für die Nacht bei angesagtem NW Wind genau richtig. Und was nach uns noch an Schiffen kommt und einen Platz bekommt, ist sagenhaft. Am Abend liegen Päckchen innen und außen an den Stegen – der innere Hafen- bereich ist so voll, dass man fast trockenen Fußes rüber gehen kann. So voll haben wir Idö noch nie gesehen. Dänen, Deutsche, Holländer, Belgier, Finnen – scheinbar sind alle auf dem Nachhauseweg und da bietet sich Idö als Zwischenstopp einfach an. Es liegt direkt am Weg – am Hauptfahrwasser. Bei einem kleinen Spaziergang rutscht Renate aus und verzerrt sich den Knöchel – saublöd. Nicht nur weil es stark schmerzt, sondern sie kann auch nicht mehr richtig auftreten. Eis und ein Salbenverband sollen helfen. Am Morgen sind wir früh „auf den Beinen", d.h. wir laufen bereits um 6:30 Uhr aus. Mit uns verlassen weitere „Frühaufsteher" den Hafen. Wir wollen einerseits den N-Wind nutzen und andererseits soll es ab Nachmittag regnen und da wollen wir im 26sm entfernten Figeholm sein. Ein achterlicher Wind mit 13-16 kn schiebt uns durch das ruhige Innenfahrwasser. Die Sonne scheint und be- leuchtet die kleinen Felsen, die rechts und links des Fahrwassers gerade mal herausschauen. An enge und gewundene Fahrwasser haben wir uns ja mittlerweile ganz gut gewöhnt und so nehmen wir auch die „Abkürzung" - wie auf der Herfahrt - zwischen dem Atomkraftwerk und Figeholm. Heute heißt es be- sonders aufpassen, nicht weil uns viele Segler entgegen (mit Motor) kommen, sondern bei dem achterlichen Wind sind viele Segelmanöver angesagt und die „Mannschaft" lädiert. Wie wir später feststellen ist die „Abkürzung" zwar 2sm kürzer, aber diejenigen, die „außen herum" gefahren sind, treffen wir bei der Einfahrt nach Figeholm gerade wieder. Fazit: sm gespart, aber Zeit nicht. Am Ziel machen wir kurz vor 12 Uhr fest und können uns wieder einen Platz aussuchen. Alle, die später kommen, haben da mehr Probleme. Und was ist mit dem Regen?? Dunkle Wolken waren aufgezogen, und pünktlich (wie in einem Wetter- programm vorhergesagt) um 15 Uhr, gab es den ersten Regen, der sich dann bis abends mit nur kurzen Pausen weiter hinzieht. Das Satellitenbild zeigt für heute und wohl auch morgen ganz schön viel Regen an. Ist jetzt der Sommer vorbei?? Wir wollen es nicht hoffen, erwarten doch im August auch noch schöne Segeltage. Somit wird auch das geplante Grillen verschoben. In den nächsten Tage wollen wir nicht weiter nach Süden fahren: a) ist für Donnerstag viel Regen angesagt (da muss man nicht unbedingt weiter) b) soll bis Sonntag kräftiger Südwind kommen (das Barometer steht am Donnerstag morgen schon auf 997 hpa) und da müssen wir nicht gegenan fahren. Also PAUSE – lassen wir das tiefe Tief erst einmal wegziehen. Ich werde die Zeit nutzen, um unter anderem einen Motor Oelwechsel (100h gelaufen) zu machen und meine homepage zu aktualisieren. Auch ist Wäsche waschen nötig. weiter....>> Im Hafen von Trosa ist ein ständiges Kommen und Fahren über dem Seenebel schwebt der Rauch aus dem Stahlwerk in den engen Passsagen drängt sich alles Abendstimmung in Snedskär für die Einen "endlich Regen" für die Anderen schlechtes Wetter typische Schärenlandschaft der Späro Turm ist weit zu sehen ![]() ![]() ![]() ![]() ![]() ![]() ![]()
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