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Lucky STAR ![]() ![]() www.luckystar-ds.de ![]() 28.08. - 06.08.2011 Figeholm - Hällevik Donnerstag, 28.08. Vom angesagten Starkwind ist hier nichts zu spüren, ein laues Lüftchen weht und veranlasst einige auszulaufen. Später folgt die Information von einem Holländer, der zurück kommt: im Kalmar Sund haben sich ganz schöne Wellen aufgebaut – kein Wunder nach Norden hin ist es offen. Und der Wind ist gute 6 Bfd. Kaum zu glauben, wenn sich hier nicht einmal die Äste bewegen. Wir hatten den Tag aber sowieso eingeplant als Pausentag mit Wäsche waschen und Schiff aufräumen / umräumen und sonstigen Arbeiten. So lassen wir es auch ruhig angehen, beobachten wie dunkle Regen Wolken schnell dahinziehen aus denen nur ab und an ein Fieselregen kommt. Die meisten Boote bleiben auch heute hier und wie man sieht, ist bei allen das Gleiche dran: Wäsche waschen, einkaufen, im Schiff herumkramen, etc. Muss auch mal sein, man kann nicht nur immer weiter fahren. Wir erfahren, dass am Freitag Hafenfest ist, mal sehen, ob uns das Wetter bis dahin hier behält, so wie letztes Jahr. Freitag, 29.07 Der Freitag ist ein absoluter Regentag. Wir unterscheiden zwischen: „es schüttet" und „leichter Regen". Da wollen wir nicht auslaufen zumal der Wind immer wieder richtig aus NW pfeift und das wo wir hier sehr geschützt liegen. Aber nicht nur wir haben „keine Lust" bei dem Wetter weiter zu fahren. An den geschlossenen Kuchenbuden erkennt man, dass auch auf den anderen Schiffen keine „Bewegung" ist. Gegen Mittag – als der Regen mal etwas nach- lässt - legen dann doch 2 oder 2 Schiffe ab. Die Lücken werden aber sofort wieder durch Neuankömmlinge gefüllt. Das Hafenfest ist abgesagt und das Wetterradar zeigt dicke dunkle Regenwolken, die heute und wohl auch noch morgen über uns hinweg ziehen werden. Also wird die Entscheidung weiter zu fahren auf Morgen vertagt. Samstag, 30.07.11 Der Regen hält auch die Nacht über an und trommelt auf die Persenning. In einer Regenpause schaffen wir es, trocken hin und zurück zur Dusche zu kom- men. Der Himmel ist grau in grau, Fieselregen löst sich mit heftigen Schauern ab, Nebelschwaden ziehen über das Wasser. Keine Frage, das ist kein Wetter um den Schärenweg nach Oskarshamn zu nehmen. Oskarshamn wollten wir anlaufen um einen Bummel im Städtchen zu machen – aber bei dem Wetter??? Nein. Für morgen ist nach wie vor N-NE Wind angesagt, aber ohne Regen. Wir über- legen ob wir dann nicht gleich „in einem Schlag" nach Kalmar weiterfahren sollen – also Oskarshamn auslassen - die Strecke Figeholm Kalmar ist nur um 7sm länger als die von Oskarshamn nach Kalmar. Und wenn dann tatsächlich in 2 Tagen der Wind auf S bis SW dreht - wenn das mit 1006 hpa „hohe" Tief durch ist – und wie der Wetterbericht angibt – dann hätten wir im Kalmarsund den Wind gegenan. Das kennen wir schon und müssen es nicht immer wieder- holen. Gegen Mittag wird es immer klarer, der Regen hört auf, die ersten blauen Stellen sind am Himmel zu sehen. „Was ist, sollen wir doch noch bis Oskarshamn fahren"? „Ja" „O.K., startklar bis in einer halben Stunde. Dann bis Oskarshamn- Ernemar, dort können wir auf jeden Fall auch noch grillen und brauchen morgen auch nicht die Einfahrt von 1-2sm zurückzufahren – Zeit gespart". Es wird immer sonniger, der Wind ist NE mit 6 kn- zu wenig um mit achterlichem Wind zu segeln (außer man will mit Schleichfahrt von 2-3kn vorankommen). Es geht nochmals durch ein Schärengebiet. Aber die Schären-„Steine" hier sind alle klein und rundgewaschen von der See. Mit uns haben auch andere den Ge- danken loszufahren, denn in Figeholm hat sich schon ein Schiff nach dem ande- ren aus dem Feld gelöst und unterwegs kommen uns viele entgegen. Ernemar haben wir ganz anders in Erinnerung. Viel Landschaft rundum und nur eine kleine Steganlage mit 2 oder 3 Stegen. Jetzt sehen wir, dass hier weit mehr Stege sind und an der Einfahrt ist ein Hotel entstanden. Und so viele bewachse- ne Inselchen sind hier auch nicht mehr??? (Erinnerung???). Es gibt jede Menge freie Plätze aber nur ganz wenige sind mit einem grünen Schild gekennzeichnet, die Meisten überhaupt nicht. Die Gästeplätze sind an einem kleinen Steg mit Bojen, direkt an einer Stein-Schütt-Mole. Nicht sehr einladend. Schade, hatten wir anders in Erinnerung – aber für die eine Nacht können wir damit „leben". Später, als ich den neuen Wetterbericht aus dem Internet habe und dort für die Nacht N-Wind angesagt ist, verlegen wir an den gegenüberliegenden Steg längsseits und hoffen, dass dann kein Wellengeplatsche entstehen wird. Sonntag, 31.08. Die Nacht ist ruhig, kein Wellen platschen am Heck, nur ein paar leichte Regen- schauer, es hat sich gelohnt, dass wir das Schiff verlegt haben. Wir sind heute schon früh auf, wollen um 7 Uhr starten, denn bei 40sm Strecke und frühem Ankommen in Kalmar ist frühes Abfahren angesagt. Der Himmel ist bezogen, aber im Norden ist ein lichter Streifen zu erkennen. Vorsichtshalber ziehe ich die Regenhose an und noch vor dem Ablegen wieder aus – es kommt kein Regen. Der Wind aus N-NE bläst mit moderaten 14kn. Dennoch ist es ein großes Ge- schaukele, denn eine alte Welle lässt uns auf dem halbachterlichen Windkurs um 30° hin und her fahren. So ist es nicht leicht zu steuern, man muss ständig korrigieren. Dafür aber schnell mit über 6,5kn Fahrt, das schafft. Später kommt die Sonne raus, es wird warm, der Pullover ist überflüssig, die Sicht auf die Insel Blå Jungfrun und Öland ist schön. Nach einer Kursänderung am Leuchtfeuer Dämon (immer wieder fotografiert) sind wir auf Vorwindkurs bis Kalmar. Das ist bedeutend ruhiger, weil die Wellen nun direkt von achtern kommen und das Schiff sich nur hebt und senkt. Mit uns sind kaum Segler unterwegs, das ändert sich erst, als wir Borgholm querab haben. Jetzt hat sich der Kalmarsund wieder mit Schiffen belebt. Einige stampfen gegenan und viele segeln den gleichen Kurs wie wir nach Süden. Kalmar und die vorgelagerte Kalmarsund Brücke liegen ein wenig im Dunst, oder kommt der Dunst von der darüber hängenden Regenwolke? An der eng- sten Stelle der Fahrrinne kommt uns ein Frachter entgegen – wir weichen aus, so dass er Platz hat. Dann sind wir schon in Kalmar: schnell die Segel bergen und in den Hafen einlaufen. Offensichtlich sind wir noch zu einer guten Zeit hier, denn wir können uns einen Platz aussuchen – gegen den auch in der Nacht gemeldeten N-Wind. Kalmar kennen wir ja schon bei fast jedem Wetter, aber ein sonntäglicher Bum- mel durch die Stadt ist immer schön – auch wenn die meisten Geschäfte zu haben. So wird nur im Coop frische Petersilie, Bananen und Pfirsiche gekauft und ….es ist noch alles so wie wir es kennen, nichts hat sich hier verändert. Auf einer ausgesteckten und abgesperrten Strecke findet am Abend ein Radrennen statt. Wir sehen es von unserem Liegeplatz. Und morgen? Wieder früh raus und los? Ja, wäre sicherlich sinnvoll, denn hier haben sich bereits viele deutsche Schiffe, die auf der Rückfahrt sind, eingefun- den. Und der logische Hafen auf der Fahrt nach Süden ist nun mal Kristianopel, und der ist klein. Und dann passt auch noch der Wind – N 4-7ms das wäre ja super. Hoffentlich ist er denn auch so – aber das sehen wir erst morgen. Heute haben wir noch eine Überraschung: ich komme gerade vom Müll wegbringen, da empfängt mich Renate mit dem Ruf: „die alte GfS Brigantia ist soeben eingelaufen". Tatsächlich, die „neue Xora" macht gerade gegenüber fest. Im Gespräch mit dem neuen Eigner werden Erinnerungen an so manchen schönen Törn wach – der Letzte von Grenada nach Trinidad. Viel Spaß und alle Zeit eine Handbreit Wasser unter dem Kiel und einen schönen Urlaub „Xora". Montag, 01.08.11 Nachdem so viele deutsche Schiffe in Kalmar „auf dem Sprung" liegen, haben wir beschlossen noch einmal „vor dem Wecken" auszulaufen. Ein blauer Himmel und Sonnenschein versüßt uns das frühe Aufstehen. Aber als wir um 7 Uhr auslaufen, sind wir nicht die Ersten. Vor uns sind mindestens schon 5 Schiffe abgefahren. Wir sehen die „Perlenkette", als wir aus der Fahrrinne von Kalmar heraus sind und Kurs auf Kristianopel anlegen. 25sm auf einem Bug liegen vor uns und ein N-Wind mit 8-10kn verspricht eine schöne Vorwindfahrt. Also gleich den Spinnaker setzen. Leider ist das erst einmal ein Gewusele, da ich beim letzten Zusammenlegen wohl die Leinen des Spi-Bergeschlauches mit dem Spi verwurschtelt habe. Nun muss das erst einmal enttörnt werden, bevor der Bergeschlauch hochgezogen werden und der Spi sich entfalten kann. Aber dann…. 5-6 kn, manchmal mehr, lassen uns schnell die Seemeilen abspulen. Dabei werden alle vor uns liegenden Schiffe überholt. Einige werden dadurch wohl animiert, denn wie wir sehen, gehen hier und da nun auch Spi‘s oder Blister hoch. An uns gleitet auf der Bb-Seite Öland und an der StB-Seite das Festland vorbei. Beide Landstriche sind im hellen Sonnenlicht gut zu erkennen. Nach 2 Stunden und nach einem Karteneintrag meldet Renate: „wir haben schon 14sm hinter uns". „Was, dann müssen wir ja über 7kn gelaufen sein" – Da hat uns der mitlaufende Strom wohl geholfen. Gegen Mittag frischt der Wind auf, aber da sind wir bereits soweit, dass wir den Spi sowieso runter nehmen und uns auf die Einfahrt nach Kristianopel vorbereiten müssen. Um 12:15 Uhr sind wir fest im Hafen – super. Nach uns kommt dann Schiff auf Schiff und gegen 14 Uhr sind alle Plätze bei denen man mit dem Bug gegen die Wind liegt, belegt. Wie heißt es doch so schön: „Rechtzeitiges Kommen sichert gute Plätze". Und auch von der Wind und Wellenseite her haben wir das richtig ge- macht, denn der angesagte N-Wind mit 4-7m/s hat mindestens 8-9m/s also gute 5 Bfd. und dementsprechend ist die Welle. Von später einlaufenden erfah- ren wir, dass der Wind auf gute 6 Bfd. aufgefrischt hat, die Wellen dement- sprechend hoch waren. Und dann wird der Hafen so richtig voll. Am Abend liegt vor uns an der Mauer ein Päckchen von 6 Schiffen, an der Außenseite am kleinen Steg liegen auch Päckchen und jeder Platz im Hafen ist belegt. Dennoch, es wird ein sehr schöner Abend – nicht nur vom Wetter – sondern auch vom Ambiente: Tanzmusik schallt zu uns rüber, im Hafen jede Menge Leute, die Grillen oder nur so flanieren oder auf den aufgestellten Bänken sitzen und der Musik lauschen. Setzt die Tanzmusik aus, so hören wir auch die Musik, die vom Zeltplatz herüberschallt. Dienstag, 02.08. Heute ist „Hafenflucht" – ab 6 Uhr fährt Schiff auf Schiff aus dem Hafen von Kristianopel. Wir haben Zeit uns das anzusehen, wollen nur ca. 17sm weiter in den kleinen Hafen von Torhamn und Wind zum Segeln ist auch nicht da. Aber das wussten wir ja bereits aus dem Wetterbericht – erst leichter Wind aus NE dann leichter Wind aus SE. So frühstücken wir nach dem Duschen in aller Ruhe, genießen den Blick raus aufs Wasser und die Sonnenspiegelung im Wasser. Davor auf einer kleinen grasbewachsenen Halbinsel grasen Kühe – idyllisch. Auf spiegelglattem Wasser motoren wir weiter nach Süden, vorbei an 5 „Wind- mühlen", deren Flügel sich träge drehen – das gibt nicht viel Strom. Vor uns sind einige Segler, die uns entgegenkommen, sie versuchen den leichten SE Wind auszunutzen um zu segeln, aber mehr als ein treiben ist das auch nicht. Ich habe die Genua herausgezogen und sie bringt zur Maschinenfahrt gerade mal 0,2 kn mehr an Fahrt – also nicht der Rede wert. In Torhamns Hafen hat sich etwas verändert, ein Steg ist entfernt und ein anderer verlängert. Das bedeutet für die Gastschiffe: alle längsseits an der Mole liegen. 7 Schiffe liegen bereits in 3 Päckchen, aber zwischen 2 kleinen Motor- booten ist Platz für uns. Als Werner gerade ankommt und an uns festgemacht hat, fährt ein Motorboot raus und macht Platz. So können Werner und ich beide hintereinander an der Mole liegen. Renate hat eine Idee: da gibt es doch Felsenzeichnungen ganz in der Nähe, hat sie gelesen. Nach Auskunft in einem Kunsthandwerkergeschäft, sind das etwa 3km. Wir beschließen zu laufen, immer die Straße entlang. Aus den 3 km werden aber bestimmt 5 bis wir endlich ein Hinweisschild Hällristningar på Hästhallen (bei Möcklerryd) entdecken. Hier finden wir nach einem kurzen Fuß- weg auch die Felszeichungen aus der Steinzeit. Damit Touristen sie besser erkennen, wurden die Felsritzungen mit Farbe nachgezeichnet – Schiffe, Menschen und Tier sind gut zu erkennen. Den Rückweg finden wir weitaus besser, denn statt auf der Hauptstraße laufen wir eine unbefestigte Waldstraße. Der Weg endet (oder beginnt) direkt bei der Kirche von Torhamn. Schade, dass wir diese Auskunft nicht bekommen haben, denn dann hätten wir wirklich nur ca. 3km Weg gehabt, so kommen wir alle „auf dem Zahnfleisch" zurück. Inzwischen hat sich der Hafen weiter gefüllt, an uns macht gerade ein 40Fuß Schiff fest und ragt damit in die Hafeneinfahrt, später kommt noch ein Katama- ran herein und als die Fähre ihren Nachtplatz im Hafen ansteuert hat sie gerade so Platz um reinzufahren. Aber ohne Wind und Welle ist das alles kein Problem. Mittwoch, 03.08.11 Sonnig und warm, blauer Himmel, kein Wind, glattes Wasser. Bereits ab 6 Uhr beginnt die Ersten abzulegen (das 40 Fuß Schiff ist kaum zu hören beim Ab- legen). Wir haben es bis Karlskrona ja nicht weit und wollen gegen 9 Uhr ab- legen. Bis dahin hat sich der Hafen schon wieder ganz schön geleert. Die fol- gende Strecke – entlang mehrerer Inseln – ist uns noch in „unguter" Erinne- rung. Das letzte Mal fuhren wir sie bei strömenden Regen und Starkwind – Sicht weniger als 50m. Heute dagegen wunderbarer blauer Himmel, wenig Wind – so lassen wir die Landschaft an uns vorbeiziehen. Nach der Brücke von Senoren ist bereits Karlskrona auszumachen. Und eine ½ Std später sind wir dort. Der Hafen ist für mittags noch ganz schön belegt. Doch viele bleiben 1 Tag hier, um sich Karlskrona anzusehen. Das werden wir nachher auch machen. Doch es bleibt bei einer kurzen „Einkaufstour", erst zum Fischgeschäft und Silk holen, dann bei Lidl vorbei und Vorräte ergänzen. Abends gab es dann frisch in der Pfanne gebratenen Silk – schmeckte hervorragend. Der obligatorische Karls- krona Spaziergang wurde gestrichen, denn was sollen wir Neues entdecken? Dass es sich um eine uralte Marinestadt handelt, wissen wir, dass hier seit mindestens dem 16 Jhr. Marine-Schiffe gebaut wurden, haben wir uns im Marine Museum angesehen. Viele Straßennamen erinnern an die alte tradi- tionsreiche Zeit. Und dass die Stadt „unterminiert" ist, sieht man an vielen Felseneingängen – Bunker, da man immer damit rechnete, dass die Stadt angegriffen wird. Heute liegen im Marinearsenal moderne Kriegsschiffe, und an Ausbildungsstätten werden Marinesoldaten ausgebildet. Wie sieht die weitere Fahrtenplanung aus? Renate hat aus einem Spezielheft über Blekinge folgende sehenswerte Anlaufstellen herausgesucht: Erst Karön – kennen wir bereits – danach nach Tjärö – kennen wir noch nicht, soll aber sehr schön sein und von da nach Tärnö – kennen wir. Das würde auch mit dem im Wetterbericht für die nächsten Tage angesagten Wind passen. Donnerstag, 04.08. Wie angesagt ist der Wind SE bis E mit 5-8ms ( 4-5 Bfd) und da unser Haupt- kurs W ist, setzen wir nur die Genua. Super segeln bis zur Hässlo Bro. Diese soll immer zur vollen Std. für 10 min aufmachen. Sie wird von Karlskrona aus ferngesteuert. Schon von weitem sehen wir, dass einige Segler auf die Öffnung warten. Wir haben die Ankunftszeit – dank GPS – hervorragend im Griff und kommen gerade passend zur Öffnung an. Genua kurz einrollen, Motor an, durch die geöffnete Brücke durchfahren, Genua wieder ausrollen, Motor aus – perfekt. Nun sind wir aber nicht mehr alleine, denn mit uns segeln einige Schiffe den gleichen Weg, vorbei an einigen kleinen, gerade mal aus dem Wasser schau- enden Felsen. Dann wird es ungemütlich, denn wir kommen in freies Wasser- zu Ende mit dem Schutz der Inseln. Hier hat sich bei dem Wind bereits eine ganz schöne Welle aufgebaut, die uns hin und her schaukeln lässt. Zum Glück nur für etwas über eine halbe Stunde, denn dann biegen wir bereits wieder auf die Einsteuerung von Ronneby ein und da haben wir halben Wind und das Schaukeln ist weitestgehend vorbei. Karön hat eine Steganlage auf der Insel und gegenüber am Festland ist der eigentliche Hafen. 2 Plätze sind noch an den Booms frei, so dass wir mit dem Bug zum Wind liegen. Sonst hätten wir unter vielen freien Plätzen mit Heckboje wählen können – dann aber schräg zum Wind. Der sonnige Tag verabschiedet sich mit einem schönen roten Sonnenuntergang – na, wenn das nicht schlech- tes Wetter gibt. Würde uns nicht so stark stören, denn wir wollen morgen sowie- so hier bleiben, spazieren gehen, ggf. einen Fahrradausflug nach Ronneby machen, mal sehen. Freitag, 05.08.11 Lt. Wettervorhersage soll es heute Nachmittag regnen – sieht aber noch gar nicht danach aus. Aber dennoch wird unser Ausflug nach Ronneby gleich am Vormittag gemacht. Von Karön fährt alle ½ Std. eine kleine Fähre (kostenlos) ans Festland nach Ekenäs. Von Ekenäs führt eine Straße mit einem schönen breiten Fahrradweg nach Ronneby. Dabei kommen wir an der tief eingeschnitte- nen Bucht Bussemälaviken und an einigen Pferdekoppeln vorbei – aber die Straße führt ganz schön bergauf und bergab. Was sehen wir in Ronneby? Den Markt und dann ist der Brunnspark (alte Kur und Bäderanlage) sehenswert. Uralter Baumbestand, sehr schöne alte und gut erhaltene historische Häuser (Gästehäuser), u.a. ein japanischer Garten, ein Rosengarten, gepflegte Anlagen. In 2005 blickte der Park auf eine 300 Jahre alte Geschichte zurück, und wurde als Schwedens schönster Park ausgezeichnet. Auf dem Rückweg fahren wir an einen kleinen Flüsschen entlang – weit aus schöner und kürzer als auf dem Hinweg. Gerade als wir mit grillen fertig sind, kommt ein kleiner Regenschauer runter, verfrüht, sollte doch erst am Abend kommen. Der Himmel bleibt bedeckt, die Sonne lässt sich nicht blicken. Werner hat sich im Internet den 5 Tage Wetterbericht angesehen: sieht gar nicht gut aus – ab Sonntag zunehmender Wind vorwiegend aus SW und W bis zu 13ms (6-7 Bfd). Das sind keine guten Aussichten für unsere Planung Tjärö und Tärnö. Da sollten wir, wenn wir hier oben nicht einwehen und zum Jazz Festival am Donnerstag in Hällevik sein wollen, uns schon morgen auf den Weg machen. Blöd, warum kann es denn hier nicht mal einige Tage schön sein? Samstag, 06.08. Der Wind hat in der Nacht auf W gedreht – wir hören es am Geplatsche der Wellen am Heck. Aber es sieht nicht nach viel Wind aus und der Himmel zeigt sich wolkenfrei. Wir fahren eine schmale und relativ flache Fahrrinne, vorbei an vielen kleinen Wochenendhäusern bis wir in freies Wasser kommen. Leider kommt der Wind tatsächlich aus W, so ist es nichts mit segeln. Die ersten Wellen sind noch kräftig und steil, aber das ist verständlich, denn wir befinden uns im Flachwasser (max 20m tief) und der Wind steht genau darauf. So spritzt es auch auf den nächsten sm. Danach wird es moderat und wir motoren gegen etwa 10kn Wind an. Bis Hanö sind es nur knappe 2 Std und dann noch etwa 1 Std. bis Hällevik. Wir sind nicht die einzigen „Leidtragenden", die gegenan motoren, das tröstet. Denn wie wir sehen müssen auch die, die von der Insel Tärnö kommen und die damit viel weiter westlich herkommen als wir und mit dem gleichen Ziel fahren, motoren. Das tröstet. In Hällevik ist jetzt um die Mittagszeit noch viel Platz und wir finden einen schönen Boxenplatz gegen den Wind, der am Nachmittag um einiges zulegt. Eigentlich sind wir entsprechend unserer Törnplanung viel zu früh hier. Aber bei der Wettervorhersage für die nächsten Tage (zunehmend bis Mittwoch S-SW bis 14kn und mehr) ist es besser bereits jetzt hier zu sein und das schlechte Wetter abzuwarten. Später hätten wir nur gegen den starken Wind motoren müssen. Und Mittwoch wollten wir sowieso hier sein, denn Donnerstag ist die Eröffnung des „Hällevik Jazz Traditionel Festivals", und da wollten wir dabei sein. Am Abend können wir sogar noch grillen, denn am Gästesteg ist ein kleiner Platz mit Tischen und Bänken entstanden und die Balustrade ist mit Plexiglas gegen den Wind geschützt Sonntag, 07.08.11 Oh, hat das heute Nacht geregnet – Kübelweise ist das Wasser herunter ge- kommen. Ein dickes, schwarzes Tief, von Deutschland bis Mittelschweden ist auf der Wetterkarte zu sehen. Da können wir nur hoffen, dass es dabei bleibt, nur am Sonntag Regen. Den Starkwind für Mittwoch hat der heutige Wetterbe- richt auch wieder abgesagt. Damit erhielt mindestens das 3. Mal in diesem Urlaub durch Vorhersagen von Starkwind, der dann nicht eintraf, unsere Planung eine Änderung. Aber besser so und vorsichtig, als in ein Mistwetter hineinfahren. Den ganzen Tag Regen, was macht man da? Aufräumen, saubermachen, mit den Nachbarn reden, Prospekte wälzen – was kann man in den nächsten Tagen unternehmen – und ich, „natürlich" würde Renate sagen: „der Kerl sitzt mal wieder am PC". Dem ist auch so, denn das ist die Gelegenheit in Ruhe Bilder zu sortieren und welche für die Internetseiten auszuwählen und anschließend hochzuladen. Am Nachmittag hat sich der Dauerregen bereits in Regenschauer verwandelt und wir nutzen die Regenpausen um Busverbindungen zu erkunden. Damit können wir dann planen: einen Besuch in Sölversborg - und wie ist es mit einer Fährverbindung nach Hanö mit Spaziergang über die Insel? Es gibt eine Bus- route, die beide Ziele verbindet, aber ob wir die nutzen werden / können ist noch nicht raus, denn ab Montag hat die Fähre den sommerlichen und damit stünd- lichen Verkehr nach Hanö eingestellt und fährt nur 2-stündig und damit passen die Abfahrtszeiten der Fähre nicht mehr mit den Busfahrzeiten zusammen. Aber 3 km kann man mit dem Fahrrad fahren oder auch laufen. Mal sehen. Tschüss "Kooge" - gute Fahrt und bis zu einem späteren Treffen Wir unterscheiden zwischen "es schüttet" und "leichter Regen" auf dem Schären-Weg nach Oskashamn sind die Felsen richtig rund gewaschen Wir passieren den neuen Leuchtturm Dämon Das muss Spass machen, so über die Wellen zu fliegen Die Xora "unsere alte BRIGANTIA" im Hafen von Kalmar Das ist Spisegeln vom Feinsten - Wind bis 14kn Kirche Torhamn Die Felszeichnungen von Hästhallen Durch die Brücke bei Senoren sieht man bereits Karlskrona Karlskrona ist nach wie vor eine Marinestadt Die Steganlage von Karön - gegenüber der Hafen von Ekenäs Uralter Baumbestand, alte, gut erhaltene Häuser im Brunnspark von Ronneby ![]() ![]() ![]() ![]() ![]() ![]() ![]() ![]() ![]() ![]() ![]() ![]() ![]() ![]() Hällevik voraus ![]() das riesige Tiefdruckgebiet zieht komplett über uns hinweg
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