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Lucky STAR ![]() ![]() www.luckystar-ds.de ![]() 13.07. - 20.07.2011 Härsö bis Snedskär Wir haben dem Wetterbericht, der für die Nacht N-NW Wind angesagt hat, nicht getraut. Die Folge: der N und NW Wind kam in der Nacht und es wurde unruhig, da die Bucht für diese Windrichtung hin offen ist. Aber da ich die Ankerleine vorsorglich mit einem sog. Reitgewicht beschwert hatte, war nichts zu befürch- ten. Dennoch wäre es besser gewesen in Malma Kvarn zu bleiben, das gegen diese Winde absolut geschützt ist. Wir sind bereits um 7 Uhr in der Frühe startklar, helfen aber noch einem Einhand-Segler, der gerade ankommt – sein Hund muss „Gassi" gehen – anzulegen. Nicht so leicht bei dem Seitenwind. Danach nutzen wir den N – NW – W Wind, um soweit wie möglich segelnder Weise nach Nynäshamn zu kom- men. Für den Nachmittag wurden SE- Wind gemeldet, und der wäre auf der Strecke mal wieder gegen uns. So ging es flott bis nach Dalarö. Dalarö im Morgensonnenschein, noch so gut wie niemand auf dem Wasser – wir haben alles für uns. Einfach schön, aber kalt, die Sonne wärmt erst gegen 10 Uhr aber auch nur dann, wenn sie durch die aufziehenden Wolken scheint. An uns zieht langsam eine abwechslungsreiche Landschaft vorbei – Inseln, auf denen viele z.T. recht große Häuser stehen (wohl nicht nur Ferien Domizile) Inseln, die nur bewaldet sind, gegenüber dem alten Fort von Dalarö ist eine Insel, deren Vege- tation durch den Kot der Kormorane verwüstet ist, kahle Felsen, kleine Leuch- tfeuer, rote und grüne Fahrwasser-Markierungen. Vor Nynäshamn kommen uns viele Segler entgegen und fahren nach Norden. Sie hatten wohl gehofft mit dem einsetzenden SE Wind flott vorwärts zu kom- men, aber leider ist der Wind zu schwach und so motoren die Meisten. Welche Überraschung in Nynäshamn: der Hafen hat noch viele freie Plätze und ein Schlauchboot mit 2 Jungen (wohl Studenten) arbeiten als Hafenmeister- Boot. Sie fragen uns ob wir lieber an ein einer Boje oder an Boms (Auslegern) festmachen wollen. Nach dem Wetterbericht für Morgen entscheide ich für Heckboje und das, obwohl jetzt der SE Wind auf unser Heck bläst (hatten wir doch nun schon öfter). Aber Morgen soll es ja mit bis zu 26 kn (6-7 Bfd.) aus Ost wehen und dann liegen wir richtig (wir hoffen, dass die „Wetterfrösche" das Tief richtig eingeschätzt haben. Rosi und Werner wollen morgen mit dem Zug nach Stockholm (zusammen hin und zurück für 2 Pers. nur 120 SEK!!), Renate will eine Maschine Wäsche machen, danach möchten wir noch die andere Seite von Nynäshamn erkunden. In der Zwischenzeit kann sich das Wetter ja beruhigen. Donnerstag, 14.07 : großes Hafenkino – warum? Der Wind bläst wie vorherge- sagt kräftig aus NE, wir liegen richtig, aber offensichtlich andere nicht. Ab 8 Uhr ist großer Andrang auf die noch freien Plätze an denen man mit dem Bug gegen den Wind liegt. Und scheinbar kommen aus den verschiedensten Buchten noch andere Segler wie Motorbootfahrer. Als wir vom Wäschewaschen kommen, ist kaum noch eine Lücke, in die ein Schiff passen würde, unbesetzt. Und den Hafen verlassen kaum welche. Aber das heißt nichts, denn wie wir festgestellt haben gibt es unter den Schweden nur wenige, die früh morgens losfahren (im Gegensatz zu den Deutschen und Holländern). Das bedeutet: die erste „Boots- fahrer-Welle" gegen 8 - 9 Uhr, die nächste gegen 11 Uhr und dann noch eine gegen 13 - 14 Uhr (nach dem Mittagessen). 2 Schiffe weiter liegen 2 Finnen mit Kindern. Für die ist es ein Heidenspaß mit Keschern nach kleinen Fischen zu angeln. Sie sind heute Morgen schon voller Tatendrang und noch im Schlafanzug aber mit Schwimmweste unterwegs. Unterwegs sind auch alle Hundebesitzer und davon gibt es an unserem Steg genügend, denn immer wieder kommt jemand mit Hund vorbei. Am Nachmittag unternehmen wir eine kurze Fahrradtour – Coop, Lidl, ein kleiner Mini Einkauf – und dann Erkundung des nördlichsten Zipfels des Nynäsviken. Das ist die Fortsetzung der großen Bucht, in der wir auf der Herfahrt in einer davon abzweigenden Bucht "Bruksviken" so schön gelegen haben. Diese Bucht hat ihren Auslauf auf der Westseite von Nynäshamn. Ein schöner Fahrradweg führt dahin und wir stellen fest, dass es hier einen sehr schön gelegenen Campingplatz, ein Strandband mit riesiger Rutsche, und eine schöne Anker- bucht gibt. Allerdings zum Einkaufen oder verproviantieren nicht so günstig, weil man über einen Berg muss. Aber vielleicht kann man irgendwann mal hin- fahren, denn das Naturschutzgebiet Järflotta reicht fast bis an die Stadt heran. Den ganzen Tag über kommen immer wieder Segler und suchen noch nach einem Platz. Manchen glückt es, viele drängen sich in die kleinste Lücke. Damit liegen dann alle mit zusammengepressten Fendern. Auch bei uns bekommt man keine Handbreit mehr dazwischen. Hier hatte sich ein kleines Motorboot reingeschoben. Eine Heckleine hätte er gar nicht an die Boje ausbringen müssen – er liegt einfach auch so fest. An den Außenstegen ist Bewegung – Wellen spritzen zum Teil über den Steg, die Boote gehen wild auf und ab. Gut, dass wir zeitig gekommen sind und uns einen günstigen Platz aussuchen konnten. Der Wind heult und das wird noch so bis morgen bleiben. Das Barometer fällt langsam aber stetig und schwarze Wolken sind aufgezogen – das gibt sicherlich noch Regen. Im Internet im Wetterradar ist eine riesige schwarze Wolke von Deutschland über Dänemark bis Mitte Schweden zu sehen, die nordwärts zieht – unser Tief. Wir haben schon mal für die nächsten 2 Nächte Hafengebühr bezahlt – solange wird es bestimmt dauern, bis das Tief vorbei ist. Aber vorher bekommen wir unter den tief hängenden Regenwolken noch einen super roten Sonnenuntergang. Langes Ausschlafen bei trüben Himmel – auch nicht schlecht. Der Wind hat vor- hersagegemäß auf SW gedreht und frischt langsam bis 22kn auf. Nun haben wir ihn von achtern, ist aber nicht schlimm, außer dass wir etwas hin und her fahren weil unsere "Kuchenbude" ein ganz schöner Windfang ist. Einige Schiffe verlassen den Steg, fahren weiter, es gibt wieder Platz, so dass wir nicht mehr „Fender-gepresst" liegen. Die Wolken verziehen sich, der Himmel ist wieder blau. Wir machen einen Bummel durch die Stadt (mit etwas einkaufen – muss ja wohl so sein). Und da die Wettervorhersage für Samstag auch noch Stark- wind aus SW bringt, ist die Frage: was unternehmen wir dann? Vorschlag1 nach Utö mit dem Kurschiff, dort ein wenig laufen und die Gegend erkunden. Aber die Kurschiffe fahren nicht bis nach Utö, das Schiff heißt nur „Utö-Express" und läuft die vorgelagerten Inseln Aspö, Nåtttarö oder Ålö an. Das ist nichts, denn auf den unter Naturschutz stehenden Inseln kann man genauso viel sehen, wie wenn wir z.B. in Fifång wären. Ein Nachbar erzählt, dass es eine Kombikarte für Stockholm gibt mit der man in Stockholm alle Busse, Straßenbahnen und Kurs- schiffe benutzen kann. Er hat eine Rundfahrt mit dem Schiff durch Stockholm gemacht – mal eine ganz andere Perspektive als wann man selber mit dem Schiff dort ist. Nicht schlecht, auch Werner und Rosi sind begeistert. Also Samstag Stockholm. Man kann ja planen und der Wettergott wirft dann alles „über den Haufen". In der Nacht ist der Wind eingeschlafen (sollte lt. Vorhersage noch immer kräftig aus SW blasen). Am Morgen noch immer kein oder fast kein Wind – Vorhersage: SW bis S 6-9 m/s (4-5 Bfd.), der Himmel zeigt zwischen den Wolken immer wieder blaue Stellen. Plan B kommt zum Einsatz: wir fahren die kurze Strecke von 15sm bis Fifång. Mit uns starten viele Segler, mal nach Norden, mal nach Süden – 3 Hafentage ist einfach genug. Natürlich wollen wir wieder bei der Windlage durch den Dragets Kanal, ist ein- fach schön. Von unserer Seite stauen sich die Boote vor der Kanaldurchfahrt, es kommt uns Schiff auf Schiff aus dem Kanal entgegen (wahrscheinlich mussten sie auch erst einmal einen Konvoi abwarten). Unser Konvoi ist 6 Schiffe groß! Dann noch ein paar „Schlenker" durch das Naturschutzgebiet Järflotta, eine kurze Strecke gegen den Wind und wir sind bei Ankarudden wieder raus aus dem geschützten Fahrwasser. Schnell die Genua ausgerollt und gesegelt. Jetzt hält sich das Geschaukele in Grenzen. Es rollen richtig hohe Wellen heran, wir schätzen sie auf gute 1,5m. Kein Wunder bei SW Wind ist dieser Abschnitt offen zur Ostsee, keine Inseln vorgelagert und was die Wellen besonders hoch gehen lässt: der Boden steigt hier an – es ist flach und damit bauen sich hohe, steile Wellen auf. Bis Fifång wird gesegelt. Und dann folgt die Überraschung: in Fifång liegt kein Segler und kein Motorboot an „unserem" Steg. Wir sind alleine und können uns den besten Platz aussuchen. Und windgeschützt ist es ebenfalls. Dunkle Wolken ziehen über uns hinweg, bringen aber keinen Regen. Nur macht das Wetter niemanden an baden zu gehen. So wird es ein sehr geruhsamer Nachmittag mit abendlichem grillen. Aber Segler kommen noch, so dass die beiden Stege voll werden. Im Internet sehe ich, dass über Südschweden eine große dunkle Wolkenbank (ein Tief) hängt, welches sich nach Norden vorschiebt. Und weiter meldet der Schwedische Wetterdienst für Sonntag Nacht und Montag mal wieder Starkwind bis zu 15m/s oder gute 7 Bfd. aus SE bis SW. Wo ist ein guter und geschützter Platz gegen diese Winde? In Fifång nicht aber in Broken. Also neues Ziel für Sonntag: Broken. Von einem wolkenlosen Himmel scheint bereits ab 5 Uhr die Sonne. Da sind wir und auch Werner und Rosi früh auf. Ein kurzes erfrischendes Bad, früh- stücken in aller sonntäglichen Ruhe und dann klarmachen zum Ablegen. Es wird eine traumhafte Segelfahrt. Süd Wind mit 10-14kn (4 Bfd) lässt unser Schiff oftmals über die 6kn schnell werden. Dazu rundum Segler und Motorboote, die teils mit uns auf gleichem Südkurs sind, teils uns entgegenkommen. Das ist dann besonders spannend an den engen Durchfahrten. Aber viele Motorboot- fahrer sind hier einfach rücksichtsvoll, drosseln ihre Maschinen, lassen den Seglern den Vorrang. Jetzt sind wir entschädigt für die „düstere" Hinfahrt, wo wir auf dieser Strecke gegen einen N-Wind motoren mussten und dann noch düsteres, trübes Wetter hatten. Heute ist die „Segler-Welt" wieder in Ordnung. Die Steganlage von Broken ist – wie nicht anders zu erwarten - ziemlich gut belegt. Schließlich ist Urlaubszeit, Wochenende und viele steuern diesen schönen Ort an. Wir entdecken erst eine Lücke zwischen Schwedischen Seglern und dann die HR „Luise". In die Lücke passen wir gerade rein – war zwar nicht einfach, weil ein in 2. Reihe ankerndes kleines Motorboot zu umschiffen war, aber es passt. Werner hat ebenfalls Glück, denn nur 1 Schiff weiter ist auch für ihn eine Lücke. Und als wir festliegen, gibt es ein großes Hallo – Fred: " wo kommt ihr denn her?" Und noch eine Überraschung folgt am Nachmittag, die "Gefion" läuft ein. Auch hier: „das ist aber eine Überraschung, dass wir uns hier treffen". Broken ist fast bekannt dafür, dass man alte Freunde von früheren Fahrten trifft. Sie haben auf Grund der Wetterlage alle den gleichen Gedanken gehabt. Und wenn dann tatsächlich das Tief ab heute Nacht und Montag über uns hinwegbraust, dann bleibt genügend Zeit für ausgedehnte „Klönsnacks". Der abendliche „Klönsnack" wurde durch einsetzenden leichten aber gleich- mäßigen Regen beendet und jeder ging zu seinem Schiff um den restlichen Abend gemütlich unter der Kuchenbude zu verbringen. Montag morgen kein Sonnenschein, sondern dunkle schnell dahinziehende Wolken, Regen. Den angesagten Starkwind spüren wir nicht a) weil wir gut geschützt hinter den hohen und bewaldeten Felsen von Broken liegen und b) weil er gar nicht soo heftig weht. So war denn saubermachen, staubsaugen, umräumen von Vorräten und sonstige „Arbeiten" angesagt. Renate: „du hockst ja schon wieder am Computer" - aber klar doch, die Gelegenheit ist günstig, denn bei Regen will doch keiner weiter segeln und einen guten Internet Em- pfang haben wir hier auch. Also werden die neuesten Texte und Bilder hochge- laden. Von den Deutschen fährt keiner weiter – alle sind sich darin einig: den Regen können wir hier gut abwarten, so eilig haben wir es nicht nach Hause zu kommen. So sitzen wir, als es am späten Nachmittag aufklart, gleich zusammen und berichten gegenseitig von den Plätzen, die man besucht hat und die man noch besuchen kann. Eigentlich wäre ja unser nächstes Ziel Snedskär, aber da kommt ein Gedanke auf: warum nicht einmal ein neues Ziel ansteuern? Nicht weit von der Route Broken – Snedskär liegt der kleine Hafen Nävekvarn. Er hat Strom, Wasser und teuer ist er auch nicht. Und mit dem angesagten S-Wind wäre es auch gut, dann kann man eine ganze Strecke segeln. Als wir am Dienstag bei strahlend blauem Himmel ablegen, ist tatsächlich S- Wind, so dass wir erst einmal motoren – später erzählen uns die „Hamburger", dass sie alles aufgekreuzt sind – seglerisch sehr gut, aber ich bin weniger dafür aufzukreuzen. Wir haben, nachdem Oxelösund passiert ist, alle Segel gesetzt und mit Brassfahrt geht es nach Westen. Und als dann der Wind langsam nach SE dreht, ist die Freude noch größer denn da segeln wir mit halb achterlichem Wind und nicht mehr so viel Lage, dafür aber genauso schnell – Segeln vom Feinsten. Und bei dem Sonnenschein hat man eine herrliche Sicht auf die an Steuerbord (rechts) vorbeiziehende Küstenlandschaft. Hohe und steile, graue Felsen, dadrüber der grüne Kiefernwald, am blauen Himmel weiße Wölkchen. Auf dem Wasser weiße Segeldreiecke, ab und an ein Motorboot, welches eine weiße schaumige Bugwelle aufwirft. Voraus, fast als Peilmarke, lange Zeit das Kraftwerk, welches wir bereits in x-Bildern im Abendsonnenschein von Snedskär aus festgehalten haben. In Nävekvarn sind wir erst einmal erstaunt, dass unsere Hafenhandbücher eine andere Darstellung als in Wirklichkeit zeigen – ganz einfach, es wurde noch ein Steg, überwiegend für Gastboote, hinzu gebaut. Und der ist noch nicht doku- mentiert. Wir finden einen gut gegen den SE-Wind geschützt Platz an Booms (Auslegern). Vor uns halten 2 Betonstege allen Wellengang ab. Und nicht lange nach uns machen 4 weitere Deutsche fest – schon wieder eine „Deutsche Kolonie". Zusammen machen wir am Nachmittag einen „Erkundungsgang" in das kleine Städtchen. Wir kommen an einem schön gelegenen Grillplatz vorbei – direkt an einem Mühlengraben. Aber die tief darüber hängenden Bäume, das umliegende Gebüsch lässt auch auf Mücken schließen und außerdem wer soll all die Grill- Utensilien bis hierhin schleppen. Der Einkauf im einzigen Laden wird stark ab- gekürzt, nicht weil wir nicht das bekommen, was wir haben wollen, nein einfach deshalb weil die dunkle Wolkenwand, die gegen den Wind aufzieht, ein Gewitter ahnen lässt. Also schnell zum Schiff und alle Luken zu. Später stellen wir fest, dass wir zu vorsichtig waren, vom Gewitter sind nur 3 Mal ein Donner zu hören, und 5-7 Regentropfen gleichmäßig verteilt – das war’s. Sollen wir deshalb böse sein? Nein, so bleiben die Tische und Bänke am Hafen-Grillplatz trocken und bei herrlichem Sonnenschein können wir einen gemeinsamen Grillabend genießen. Und wohin Morgen? Ganz einfach – in 9sm Entfernung ist Snedskär und da kann man notfalls auch bleiben, wenn tatsächlich das angekündigte schlechte Wetter kommt. So lassen wir uns am Mittwoch morgen viel Zeit, gehen duschen, frühstücken bei blauem Himmel und Sonnenschein ausführlich, und halten ein „Schwätz- chen" mit den Nachbarn. Aber bevor es losgeht kommt Werner mit der Meldung: ein Fischer ist gerade mit frisch gefangenen Fischen eingelaufen und verkauft die auch. Renate ist gleich Feuer und Flamme und kommt wenig später mit Fischfilet wieder: Super, der Fischer hat das gleich gemacht, wir brauchen den Fisch nicht im Schiff zu putzen und fertig zu machen. Dann aber los, der leichte Wind kommt erst aus E und später aus SE. Da kann man noch einige sm segeln – die Hamburger Freunde segeln alles, wie sie später berichten. Die Landschaft ist mal wieder super: kleine Felseninseln ragen aus dem Wasser, größere bewaldete Inseln, hinter denen man bei ruhiger Wetterlage sicherlich so manchen Ankerplatz finden kann. Dazwischen eine gut betonnte Fahrrinne, an die wir uns auf dem Kurs nicht oder nur zum Teil halten müssen. Mittags in Snedskär ist noch nicht viel los, d.h. es kommen nur wenige an, die bleiben wollen – es ist einfach noch zu früh um in einen Hafen zu gehen. Aber die erste dunkle Wolkenwand am Himmel kündigt bereits das nahende Tief an. Und eine Sturmwarnung für die Seegebiete: südlich Ostsee, zentrale Ostsee ist auch schon durchgegeben. Mal sehen, wie sich das von Deutschland nach Schweden verlagernde Tief weiter entwickelt. Der Hafenmeister – ein Clubmitt- glied, welches diesen Dienst versieht - ist rührig; weist jedem ankommenden Schiff einen Platz zu, hilft beim Anlegen, und erklärt dann alles, was man so wissen muss – wo ist das Clubhaus, wo und wie wird das Hafengeld entrichtet, wie funktioniert die Sauna, weist darauf hin, dass man kostenlos Fahrräder ausleihen kann usw. Wir kennen das ja alles, aber trotzdem ein sehr guter Service. Später geht Renate zum „Felsenfriseur". Toll, unsere Hamburger Mitseglerin hat das gelernt und schneidet gerne die Haare. Am Nachmittag „drohen" immer wieder mal schwarze Wolken mit Regen. Zum Glück bleibt es bei der Drohung. Sicherheitshalber nehmen wir einen vorge- zogenen Sundowner auf der Bank in der Nähe der Schiffe. Und dann doch noch ein schöner Sonnenuntergang. Erst sieht es so aus, als wenn die Sonne nur hinter einer Wolke verschwindet. Aber dann hat sie noch eine Wolkenlücke entdeckt und scheint erst zaghaft später immer besser hin- durch. Am Schluss ist die Wolke ganz „aufgefressen" und der Sonnenuntergang beherrscht den Himmel. Gut, dass wir so lange gewartet haben. Im Gegenlicht ist die Durchfahrt kaum auszumachen Eine "Kormoran-Insel" Den Kindern macht es riesigen Spass kleine Fische zu fangen voll ist es - dicht gedrängt liegen die Boote an jedem Steg blauer Himmel aber Starkwind aus SW - wir bleiben in Nynäshamn unser Konvoi durch den Dragets Kanal besonders spannend sind die engen Durchfahrten mit Gegenverkehr ein dickes Tief zieht von Deutschland über Schweden und wird uns in der Nacht zum Montag erreichen Die Regenperiode wird genutzt, um im Schiff sauber zu machen, umzuräumen und um ins Internet zu gehen segeln vom Feinsten - mit Brassfahrt nach Nävekvarn Die Hafenanlage Nävekvarn Snedskär in Sicht - Fender und Leinen bereit machen
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