Lucky STAR
2-0013_unter_Spi_H160
p1020927i_unter_Motor_B160
www.luckystar-ds.de
2-0017x_unter_Segeln_B160
Home
Über uns
Unser Schiff
Logbuch 2010
Links
Impressum
Logbuch 2009
Reisen ohne LuckySTAR
Logbuch 2011
06.07. - 12.07.2011 Trosa - Härsö
Wohin wollen wir von hier fahren? – Nach Fifång, ist doch klar, oder??? Und bei dem leichten NE Wind segeln wir auch – endlich mal wieder. Nur mit der Ge- schwindigkeit kann ich mich nicht anfreunden – wie auf dem Bodensee, wir driften mit 1,5 bis 2,5 kn dahin. Als der Wind dann bei einer Passage zwischen 2 kleinen Inseln ganz einschläft, denken wir schon: wieder motoren. Aber nein, der Wind hat sich nur eine neue Richtung ausgedacht und frischt richtig auf. So sind die letzten Meilen bis in die Bucht von Fifåmg richtig schönes Segeln mit ent- sprechender Lage.

Fifång ist nicht einmal voll, ein paar Segler, die an der Steganlage liegen, ein paar, die an den Felsen festgemacht haben und ein paar, die ankern. Auch hier hat sich seit unserem Besuch nichts verändert. Der Heckanker hält gut im schlickigen Grund, Tisch und Bänke laden zum Zusammensitzen und gemein- samen Essen ein, Motorbootfahrer haben ihre eigene Steganlage (bis auf die ganz Dicken, die liegen natürlich an den besten Stellen längsseits). Schade, dass hier kein Internet Empfang ist, sonst hätte ich noch mehr gemacht. Aber so werden nur ein paar Bilder fertig gestellt und das reicht ja auch bei dem schönen Sonnenwetter. Wir haben uns essensmäßig schon den Schwedischen Sitten ganz schön genähert – wir grillen mal wieder – ein riesiges Flintsteak. Und als „Nachtisch" werden flambierte Bananen gereicht – Nicht schlecht.
Der Wetterbericht verkündet auch für die nächsten Tage nur mäßige Winde und Sonne. So beschließen wir einen neuen Pausenplatz aufzusuchen. Wir finden ihn in der Nähe des nur knapp 4m breiten Dragets Kanals, den wir letztes Jahr erstmals durchfahren haben. Die heutige Durchfahrt war aber genauso interes- sant, denn mittendrin wollte ein kleines Motorboot in umgekehrter Richtung fahren. So war wirklich nur „eine Handbreit" Platz vorhanden. Alternativ hätte einer rückwärts fahren müssen. Hier in dem Gebiet gibt es für jeden einen schönen Felsenliege- oder Ankerplatz. Wir liegen an einem Felsen an einer kleinen Landzunge gut geschützt gegen fast alle Winde. Nicht weit ist ringsum Schilf, ob das wohl heute Abend Mücken gibt?? Abwarten. Aber schön zum Baden und faulenzen ist die Bucht Bruksviken, in der wir ganz alleine liegen, auf jeden Fall. Zum vorgezogenen Sundowner lädt Werner auf den hohen Felsen ein. Dort soll es einen Prosecco geben. Wie es ein Felsen so mit sich bringt, man muss klettern. Aber dann wird man auch belohnt: nicht nur mit einem Prosecco, sondern auch mit einer schönen Aussicht über die Bucht. Erstaunlich ist, dass keine anderen Schiffe herkommen, wo Nynäshamn nur knappe 4sm entfernt ist. Besuch in der Nachbarbucht hatten wir nur von Kanufahrern, die hier kurz Pause gemacht haben und am Abend kam noch ein kleines Motorboot – Ausflügler, die auf dem Felsen ebenfalls nur pausieren wollten. Dann hatten wir die Bucht wieder für uns alleine, ohne Mücken am Abend!!
Mit einem Sonnenuntergang über den Baumwipfeln und einem „Gebell", welches wir als Elch-Brunftrufe einstuften. Leider war der Urheber nicht zu sehen, schade.
Den für Freitag angesagten Wind aus E später SE mit 4 bis 10kn (3 Bfd) wollen wir nutzen um an Nynäshamn vorbei und weiter nach Kolnäsviken auf Ornö zu segeln. Aber entweder waren wir zu früh dran, oder der Wind zu spät – die ersten 10sm müssen motort werden, da kein Wind – egal aus welcher Richtung. Der dann einsetzende Wind bringt uns vorbei an der Insel Utö an einigen Leucht- feuern bis vor die Bucht Kolnäsviken. Mit uns sind noch einige weitere Segler unterwegs nach Norden und Süden. Es ist hier eine sehr befahrene Strecke offenen Wassers. Wen wundert es, Stockholm ist in der Nähe und damit sind natürlich auch viele Schweden in der Ferienzeit unterwegs.
Kolnäsviken haben wir schon öfters angelaufen. Spannend ist die Einfahrt, dicht an Felsen vorbei und unter Wasser lauern auch noch welche. Dafür ist man anschließend in einem fast kreisrunden, von bewaldeten Felsen umgebenen, gegen nehzu alle Winde gut geschützten Platz. Da aber die Äste von einigen Bäumen an den für ein Anlegemanöver geeigneten Stellen bis über das Wasser reichen, ist Obacht angesagt. So sollte man nicht nur darauf achten, nicht auf- zusitzen, sondern auch darauf, dass Äste von Vorstag oder Saling fern bleiben. Nachdem auch Werner fest an Bäumen und Heckanker liegt, ist Baden bei 22°C Wassertemperatur angesagt.
Am Abend wird es wieder windstill in der Bucht. Die Spiegelungen regen dazu an Fotos zu machen.
Der Morgen ist wolkenverhangen, passt so gar nicht zu der schönen Bucht und zu dem Wetter der letzten Tage. Aber ein Morgenbad muss sein, finde ich, die anderen nicht – komisch, sonst bin ich es doch immer, der so „wasserscheu" ist (wird jedenfalls behauptet). Renate hat heute ihren großen Auftritt. Die Gast- lands-Flaggenleine ist abgerissen und muss in der 1. Saling neu eingefädelt werden. Wer will hoch?? Renate, denn sie meint, mich bekommt sie nicht hoch gewinscht. Also Bootsmannsstuhl ausgeräumt, Renate angepasst, das Gross- fall und eine Sicherungsleine befestigt und …ab geht der Lift hoch bis zur 1.Saling. Ein bisschen komisch ist ihr schon, bekennt sie später und das heißt: diese Aktion will sie demnächst doch wieder mir überlassen.
Dann können wir los. Der Anker hat sich wieder fest eingegraben und so bedarf es einer gemeinsamen Anstrengung bis er oben ist und dann noch mal viel Wasser, bis der ganze Schlamm ab ist. Den Wind hat der Wetterbericht mit 2- 5m/s (4-10 kn – 2-3 Bfd) aus Süd angekündigt. Nur ist der noch nicht aufge- wacht. Er kommt erst wieder gegen 11 Uhr, zugleich mit der Sonne, die alle Wolken vertreibt. Soll man doch später losfahren, damit man den Wind zum Segeln benutzen kann?? Der Nachteil wäre: man muss dann auf jeden Fall vor 14 Uhr in der nächsten Bucht / Ankerplatz / Anlegeplatz sein, denn ab da füllt sich jeder Platz. Es ist schließlich Ferienzeit, wir sind in der Nähe von Stockholm und außerdem ist Wochenende. Das merkt man bereits auf dem Wasser, denn viele Motorboote sind unterwegs. Und besonders auf der heutigen Strecke zwischen Malma Kvarn und Bullandö ist der Verkehr groß, die aufgeworfenen Wellen ent- sprechend. So ziehen wir die Segel ein, und motoren die letzte sm bis nach Norrviken. Hier bekommen wir an dem SXK Steg einen schönen Platz und können in aller Ruhe beobachten, wie sich der Platz ab 14 Uhr füllt. Am Abend wird gegrillt – typisch schwedisch – und von einem überdachten Sitzplatz lässst sich das „Hafen-Geschehen" gut beobachten. Hatten wir gedacht, dass es hier zum Wochenende überlaufen ist, so stellen wir fest: Nein. Allerdings sind die 5 vom SXK ausgelegten Bojen schnell belegt, aber einige wollten nur schnell Kaffee trinken oder Mittag essen. So freuen sich andere, die später kommen. Auch der Bereich wo man ankern kann, füllt sich erst am Abend, dagegen sind noch einige Plätze am Steg frei. Von einem Aussichtspunkt, an dem 2 Bänke montiert sind, beobachten wir den zahlreichen Schiffsverkehr. Immer wieder kommen Taxiboote oder auch Kursschiffe vorbei, die in die kleine Ortschaft neben unserer Bucht fahren.
Der Sonntag ist etwas trüb und heute ganz ruhig, wenn man mal davon absieht, dass ab 13 Uhr Schiff auf Schiff hereinkommt und am Steg festmacht – freudig begrüßt von anderen Schweden. Es sieht so aus, als wenn sie sich gut kennen, denn es geht gleich das große Erzählen los, von dem wir natürlich nichts ver- stehen. Wir haben aber „Hafenkino". Und als dann noch ein Schiff mit seinem Anker abtreibt und auf einige am Steg liegende Schweden hin driftet, wird es spannend. Da an Bord niemand ist, greifen die umliegenden Schweden zu Leine und Beiboot und bugsieren das treibende Schiff dahin, wo man es am Felsen beruhigt festmachen kann – „Hafenkino". Ein Trimaran (ein Riesen Geschoss) mit englischer Flagge hat großes Glück, denn als er ankommt wird gerade mal wieder eine Boje frei. Es hat doch was für sich, wenn man nicht segeln muss, sondern einfach nur beobachten kann – "Hafenkino".
Montag fahren wir schnell die 4sm in den riesigen Hafen Bullandö zum Ein- kaufen und tanken und….um alle e-mail abzuholen, zu beantworten und um Bilder ins Internet hoch zu laden. Hier ist die Signalstärke super, in Norrviken bin ich immer wieder rausgefallen – die Abdeckung durch Wald und durch hohe Felsen war wohl zu hoch. Nachdem diese notwendigen Versorgungstätigkeiten abgeschlossen sind, bringt uns ein leichter SE Wind segelnd nach Malma Kvarn. Keine große Strecke, aber das wollten wir auch nicht – bummeln war angesagt. Malma Kvarn ist ein SXK Hafen, der – außer nach SW hin nach allen Seiten mit hohen Bergen umgeben ist. Leider lässt sich heute die Sonne nicht so blicken, wie in den letzten Tagen. Der Himmel ist bedeckt und wir haben sogar 3-4 Regentropfen abbekommen. Aber dafür entschädigt die Landschaft - hohe Felsen, Kiefernwald und zwischen den Bäumen schauen immer wieder rote Dächer hervor. Es muss wohl stimmen wenn man behauptet, dass jeder Schwede ein Ferienhaus auf einer der Inseln hat und mindestens auch ein Boot – egal ob Segel- oder Motorboot. Was uns immer wieder erstaunt: wir sehen kaum ein Motorboot, welches nicht „volle Fahrt" macht und dahin rauscht. Ob das wohl an den Entfernungen liegt oder sind alle Motorbootfahrer nur sehr eilig?
Wassersportler sind mehr als Autofahrer vom Wetter abhängig. So verfolgen wir den Wetterablauf und damit die Informationen zum Wetter sehr genau. Für Wassersportler gibt es in Schweden einen ausgezeichneten Service – einen sogenannten Küstenwetterbericht. Das ist auch sinnvoll, denn der meiste Betrieb auf dem Wasser spielt sich in Küstennähe ab. Zweimal am Tag wird eine Wetter Prognose über VHF (Funk) von „Stockholm Radio" gesendet. Dabei ist die Schwedische Küste von Haparanda (Ostküste im Norden) bis Nord- kosten (Westseite vor Norwegen) in ca. 50 sm Gebiete eingeteilt. Im Moment ist die Strecke Sandhamn bis Landsort für uns interessant und da hören wir, dass am Freitag für dieses Gebiet und für angrenzende Gebiete richtiger Sturm vorhergesagt wird. Also werden wir uns dann wohl in einen Hafen „verziehen". Wohin?? Das ist die Frage. Nach Stockholm zu fahren, ist wohl nicht sinnvoll, denn dann hätten wir mal wieder Gegenwind. Das wollen wir nicht. So bleibt die Alternative bis Freitag in Nynäshamn zu sein. Bis dahin sind noch ein paar Tage Zeit und Härsö ist das nächste Ziel.
Nur schade dass der angesagte W-Wind so schralt (wechselt), sonst hätten wir bestimmt noch mehr segeln können. Natürlich hätten wir auch einen Teil der knapp 9sm aufkreuzen können, aber davon bin ich kein so großer Freund. Man fährt die 3-fache Strecke und braucht auch die dreifache Zeit. Also dann doch lieber in der Bucht die Sonne genießen.
In Härsö ist kaum Betrieb, d.h.: es liegen gerade einmal 4 Schiffe vor Anker am Steg und 2 davon fahren auch gerade ab, als wir kommen. Später auch diese (nach dem Mittagessen) und dafür kommen einige Motorboote. Sonnenschein mit einzelnen weißen schnell dahinziehenden Wolken, dazu das Grün der Kiefern und dazwischen die grauen Felsen – einfach schön. Härsö ist ein kleines „Kinderparadies". Schwimmen, Fische angeln oder einfach nur über die Felsen laufen.
Wir faulenzen auch gerne und würden gerne noch einen Tag hier bleiben, schwimmen, ein wenig spazieren gehen, in gemütlicher Runde zusammen- sitzen und einfach den Tag genießen. Aber was sagt das Wetter dazu?? Da die Vorhersage für Freitag und sogar für Samstag Sturm ansagt, werden wir morgen früh bis nach Nynäshamn durchfahren und uns dort im Hafen einen Platz suchen. - Auf Wiedersehen schönes Härsö - bis zum nächsten Mal.
weiter....>>
zu den Bildern bis Bruksviken.....>>
Wenn der Wind nicht reicht, werden die Ruder hervorge- holt
In der engen Durchfahrt des Draget Kanals kommt uns ein kleines Motorboot entgegen - das wird eng
Den Platz in Bruksviken haben wir ganz für uns alleine
Renate will hoch hinaus
Viel Verkehr vor und in unserer Bucht in Norrviken
von unserem Sitzplatz aus genießen wir das "Hafenkino" in Norrviken
Die schöne SXK Hafenanlage von Malma Kvarn
Härsö ist ein kleines Kinderparadies
IMG_3273__320_x_213_-320
IMG_3326__320_x_213_-320
IMG_3370__320_x_213_-320
IMG_3406-320
IMG_3441-320
IMG_3464__320_x_213_-320
zu den Bildern bis Norrviken.....>>
IMG_3526-320
IMG_3544-320
zu den Bildern bis Härsö.....>>